2016

15. Januar 2016 – Nachrichten am Morgen

todayJanuar 15, 2016

Hintergrund
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Präsident Geingob; © Joseph Nekaya/NAMPA

Präsident Hage Geingob hat das Engagement einiger afrikanischer Staaten für mehr Präsenz im UN-Sicherheitsrat als mangelhaft kritisiert. Laut Presseagentur Nampa zeigte er sich gestern Abend enttäuscht, dass am Treffen des sogenannten Zehner-Ausschusses der Afrikanischen Union (AU) in Windhoek nur vier Staatschefs teilnehmen. Die anderen sechs Länder werden durch ihre Außenminister vertreten. Dies sei keine Botschaft, die man jenen senden könne, von denen man zwei Sitze im Sicherheitsrat fordere, sagte Geingob. Der Zehner-Ausschuss berät heute über eine Strategie. Die AU fordert seit 2005 ein Veto-Recht und mehr Vertreter für Afrika in einem erweiterten Rat.

Nur Stunden nachdem die Ebola-Epidemie in Westafrika offiziell für beendet erklärt wurde, ist in Sierra Leone offenbar eine Frau an dem Virus gestorben. Wie die zuständigen Behörden mitteilten, wird der Fall von internationalen Experten untersucht. Erst gestern hatte die Weltgesundheitsorganisation nach rund 2 Jahren die Epidemie für beendet erklärt.

Die Berliner Behörden wollen einen Bus mit syrischen Flüchtlingen nach Bayern zurückschicken. Das berichtet die Berliner Zeitung und beruft sich auf den Sprecher des Sozialsenators. Die 31 Syrer verbrachten die Nacht in einer Pension in Brandenburg. Mit der Aktion wollte der Landrat von Landshut, Dreier, ein Zeichen setzen. Er verwies auf die Probleme der Kommunen bei der Unterbringung der vielen Flüchtlinge. Kritik kam nicht nur vom Berliner Bürgermeister und der CSU. Der bayerische SPD-Landeschef Pronold warf dem Landrat vor, Flüchtlinge für eine PR-Aktion zu missbrauchen.

Etwa zwei Wochen vor Beginn der Vorwahlen in den USA hat der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump seinen Vorsprung vor der parteiinternen Konkurrenz ausgebaut. Laut einer Umfrage des „Wall Street Journal“ und des Fernsehsenders NBC führt Trump das Bewerberfeld mit 33 Prozent an, 13 Prozentpunkte vor dem zweitplatzierten Senator Ted Cruz. Floridas Ex-Gouverneur Jeb Bush, der vor einem Jahr als mutmaßlicher Favorit ins Rennen gegangen war, dümpelt bei fünf Prozent. Den Auftakt bei den Vorwahlen machen die Bundesstaaten Iowa und New Hampshire.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat einen Großauftrag für Frachtflüge an drei private Unternehmen vergeben. Bis 2019 bringen SpaceX, Orbital und Sierra Nevada Versorgungsgüter zur Internationalen Raumstation ISS. Jede Firma übernimmt je sechs Missionen. Der Auftrag hat einen Gesamtwert von 14 Milliarden Dollar. Aus Kostengründen fliegt die Nasa nicht mehr selbst zur ISS.

In Reaktion auf die schlechten NSSC-Prüfungsergebnisse wirft die Oppositionspartei DTA Bildungsministerin Katrina Hanse-Himarwa Inkompetenz vor. Das geht laut Nachrichtenagentur Nampa aus einer Presseerklärung der DTA hervor. Für die sinkende Qualität der Bildung sei neben anderen Faktoren die völlig unfähige und inkompetente Führung im Bildungssektor verantwortlich, deren Besetzung politisch motiviert sei. Gestern hatte Hanse-Himarwa die Prüfungsergebnisse bekanntgegeben. Demnach haben nur 29,8 Prozent der Schüler die Zulassung zur Universität in Namibia erhalten, gegenüber 38,9 Prozent im Vorjahr.

Viele Schüler in Namibia müssen in Zelten unterrichtet werden, weil das Bildungsministerium nicht genügend im Voraus plant. Das habe der Präsident der Lehrergewerkschaft TUN, Mahongora Kavihuha erklärt, meldet die Presseagentur Nampa. Er bezweifelt, dass das Ministerium Statistiken zu Alter und Anzahl von Kindern habe, die innerhalb der kommenden fünf Jahre eingeschult werden. Statt zu planen, lasse das Ministerium Zelte errichten. Am Montag hatte der jährliche Ansturm auf Plätze in den Klassen Eins und Acht begonnen.

Kleinsiedler am unteren Lauf des Swakop-Riviers laufen Sturm gegen die Entnahme von Grundwasser durch den Urankonzern Swakop Uranium. Das berichtet die Allgemeine Zeitung nach einem Treffen von über 20 Kleinfarmern mit Vertretern des Konzerns, das gestern stattfand. Im Bohrloch einer Gemüse-Farmerin sei der Pegel vor kurzem um sechs Meter gesunken. Swakop Uranium verwies laut AZ auf eine Genehmigung zur Entnahme von 500.000 Kubikmetern pro Jahr, die man vor fünf Jahren für den Bau der Husab-Mine erhalten habe. Bisher habe man nur Wasser der Entsalzungsanlage verwendet, doch seit Ende 2015 reiche dies nicht mehr aus.

Geschrieben von: Redaktion

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