2016

15. September 2016 – Nachrichten am Morgen

todaySeptember 15, 2016

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In Syrien wird die Waffenruhe um zwei Tage verlängert. Darauf haben sich US-Außenminister Kerry und sein russischer Amtskollege Lawrow verständigt. Beide sind der Ansicht, dass die Feuerpause zuletzt größtenteils eingehalten wurde. Damit wächst die Hoffnung, dass weitere Hilfslieferungen losgeschickt werden können. Ein erster Konvoi mit Lebensmitteln aus der Türkei soll bereits angekommen sein. Als langfristiges Ziel planen die USA und Russland, gemeinsam gegen die Terrormiliz IS vorzugehen.

Die USA wollen im kommenden Jahr rund 110.000 Flüchtlinge aufnehmen. Das Kontingent steigt damit um 30 Prozent. Rund 40.000 Asylsuchende sollen aus der Region Nahost und Südasien kommen. In diesem Gebiet liegt auch Syrien. Die Flüchtlingsaufnahme zählt zu den heißen Themen beim US-Präsidentschaftswahlkampf.

Weltbankchef Kim bleibt für fünf weitere Jahre im Amt. Bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist hat sich kein Gegenkandidat gemeldet, teilte der Exekutivrat mit. Er will nun bis Anfang Oktober das Besetzungsverfahren abschließen. Kims Amtszeit läuft noch bis Mitte 2017. Für eine Verlängerung hatte sich u.a. Deutschland stark gemacht. Kim ist nicht unumstritten. Die Mitarbeitervereinigung der Weltbank wirft dem 56-jährigen Führungsschwäche und mangelnde Transparenz vor.

Im Zentrum Namibias wird Wasser künftig deutlich teurer. Das habe der Staatsbetrieb NamWater [engl.] angekündigt, berichtet der Namibian. Grund seien Ausgaben von insgesamt 235 Millionen Namibia Dollar für Projekte zur Sicherstellung der Wasserversorgung. So habe die Regierung NamWater angewiesen, der Stadt Windhoek 100 Millionen Dollar zur Verfügung zu stellen. Weitere 45 Millionen Dollar sind laut NamWater für die erhöhte Menge an Wasser aus Kombat nötig, die zur Versorgung von Windhoek und Okahandja beiträgt. Das Unternehmen versicherte zugleich, noch genügend Rücklagen für weitere Wasser-Projekte zu haben.

Auf der Pelzauktion in Kopenhagen sind alle Karakul-Felle aus Namibia verkauft worden. Wie der Vermarktungsbetrieb Agra gestern mitteilte, wurden allerdings auch nur rund 46.000 Felle angeboten – rund 10.000 weniger als im April. Der Durchschnittspreis habe bei 466 Namibia Dollar 25 Cent gelegen – und damit vier Prozent unter dem Wert der vorigen Auktion im April. Das sei jedoch vor allem auf den höheren Wechselkurs des Rand zurückzuführen. Den höchsten Preis erzielte laut Agra ein Lot weißer Fellchen mit 1.823 Dollar 81 Cent. Bei schwarzen Fellchen lag der Höchstpreis bei 1.780 Dollar 38 Cent.

Der jüngste Stromausfall im Windhoeker Zentral-Hospital, während dessen ein Baby starb, wird auf höchster Ebene untersucht. Das habe Gesundheitsminister Bernard Haufiku zugesichert, meldet die Presseagentur NAMPA. Dabei solle herausgefunden werden, ob der Stromausfall die Todesursache war oder ob das Baby aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes gestorben ist. Zusätzlich sollten laut Haufiku an den staatlichen Krankenhäusern landesweit die Generatoren geprüft und gegebenenfalls repariert oder ersetzt werden. Im der privaten Medi Clinic starb am Dienstag ein vier Monate altes Baby, das nach einem Stromausfall im Zentralhospital dorthin transferiert worden war.

Die Feenkreise in der Namib können 200 bis 1000 Jahre alt werden. Das erklärte der Biologe Professor Norbert Jürgens gestern auf einem Vortrag in der Namibia Wissenschaftlichen Gesellschaft in Windhoek. Er stützt sich dabei auf Luftaufnahmen einer Fläche mit den Kahlstellen aus den Jahren 1956 und 2006 sowie auf Hochrechnungen. Laut Jürgens unterscheidet die Forschung mittlerweile fünf Gruppen an Termiten, die die Kreise schaffen und erhalten – als Wasserspeicher und Futterreservoir für Trockenphasen. Er skizzierte den Lebenszyklus der Kreise von der Gründung durch eine Termiten-Königin bis zum Tod der Kolonie durch feindliche Ameisen, Konkurrenz benachbarter Kolonien oder Dürre. Professor Jürgens hatte 2013 mit seiner Theorie zur Ursache der Feenkreise weltweit Schlagzeilen gemacht.

Geschrieben von: Redaktion

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15. September 2016 – Sport am Morgen

Namibischer Sport Paralympische Spiele  Ruben Soroseb hat bei den Paralympischen Spielen eine Medaille verpasst. Der Namibier hat im Bankdrücken 190 Kilogramm gestemmt. Dieses bedeutet am Ende Platz neun. Johanna Benson hat im Weitsprung ebenfalls kein Edelmetall gewinnen können. Sie kam mit 3,61 Metern auf den sechsten Platz. – Sensationell sind weiterhin die Leistungen von Ananias Shikongo. Er hat im Halbfinale über die 200 Meter (T11) in 22,48 Sekunden einen neuen Paralympischen Rekord aufgestellt. Das Finale findet heute um 22:51 Uhr […]

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