2024

17. Juni 2024 – FarmerNews

todayJuni 17, 2024

Hintergrund
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© Salomonus/iStock

Die Fleischindustrie kann auf ein starkes erstes Quartal des Jahres zurückblicken. Dem Fleischrat (LLPBN) zufolge wurde bei der Vermarktung von Rindfleisch in den ersten Monaten 2024 ein Anstieg von 47,9 Prozent verzeichnet. Insgesamt wurden rund 57.000 Tiere lebend in die benachbarten SADC-Staaten exportiert. Rund 29.000 Rinder wurden in Namibia geschlachtet. Gleichzeitig sank jedoch der Preis für Absatztiere teils deutlich. Auch bei Schafen gingen die Vermarktungszahlen deutlich nach oben, vor allem getragen von einem starken Export. Im ersten Quartal wurden mit rund 153.000 Schafen fast ein Drittel mehr Tiere lebend exportiert als im gleichen Vorjahreszeitraum. Auch bei Ziegen sorgte ein deutliches Exportwachstum für positive Zahlen. Zu guter Letzt verzeichnete auch der Schweinemarkt ein über 10-prozentiges der Schlachtungen. Der Bedarf wurde dabei zuletzt zu beinahe 44 Prozent durch die lokale Produktion gedeckt.

Zum 13. Mal findet in diesem Jahr die „Agra Weaner Championship Series“. In dieser werden über diverse Viehauktionen hinweg die besten Farmer im Bereich der Absetzer ausgezeichnet. Ziel des Wettbewerbs sei es auch den Austausch zwischen Farmern zur Viehhaltung zu verbessern.  Zwischen dem 9. Juli und 5. September 2024 sind 18 Auktionen in praktisch allen Landesteilen des kommerziellen Farmgebietes geplant. Hinzu kommen vier Auktionen in kommunalen Farmgebieten. In verschiedenen Kategorien werden bei einem Galaabend im Oktober Preise vergeben.

Der Zugang zu Finanzmitteln ist weiterhin eine der größten Hürden zur weiteren Entwicklung des namibischen Landwirtschaftssektors. Dazu zeigen sich Analysten der Nedbank überzeugt. Bei einem Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt von sieben Prozent sei es notwendig, den Sektor auch finanziell intensiver zu unterstützen. Dazu leisten die staatliche AgriBank und die Namibische Entwicklungsbank einen wichtigen Beitrag, der jedoch den Bedarf an Finanzen keinesfalls decken könne. Vor allem sei der Zugang zu Geldern für Klein- und Kommunalfarmer besonders schwierig, da sie wenige Sicherheiten hätten. Zudem sei der gesamte Prozess um an Kredite zu kommen für diese häufig sehr kompliziert und schwierig nachzuvollziehen.

Geschrieben von: Redaktion 2

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