2015

17. September 2015 – Nachrichten am Morgen

todaySeptember 17, 2015

Hintergrund
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Der ehemalige Schatzmeister von Outjo, Dawid Koen, darf gegen sein Urteil von 12 Jahren Haft keine Berufung einlegen. Das Obergericht in Windhoek habe gestern seinen Antrag abgelehnt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Koen war im Juli vergangenen Jahres wegen Brandstiftung und Justizbehinderung zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er hatte gestanden, als Schatzmeister in Outjo 1,2 Millionen Namibia Dollar unterschlagen und im August 2009 Feuer gelegt zu haben, um die Belege zu vernichten.

In Namibia sollen künftig mehr Ärzte und medizinische Techniker aus Kuba arbeiten. Das sieht ein Abkommen über eine Kooperation im Gesundheitswesen beider Länder vor, das im Rahmen des Staatsbesuchs von Präsident Hage Geingob in Havanna unterzeichnet wurde. Laut Presseagentur Nampa gilt es für drei Jahre und soll die Leistung im Gesundheitswesen Namibias verbessern. Geingob hat seinen ersten Staatbesuch außerhalb Afrikas gestern in Kuba beendet und reist heute in die USA, wo er laut Allgemeiner Zeitung morgen als Afrikanischer politischer Führer des Jahres ausgezeichnet wird.

Ein schweres Erdbeben und eine anschließende Tsunami-Warnung haben in Chile Massenevakuierungen ausgelöst. Viereinhalb Meter hohe Wellen erreichten einige Küstenabschnitte. Auch für anderen Pazifik-Staaten wurden Tsunami-Warnungen herausgegeben. In Chile ist nach dem Beben inzwischen von fünf Toten die Rede. In mehreren Regionen ist der Strom ausgefallen.

Nach den Ausschreitungen am ungarischen Grenzzaun zu Serbien hat sich die Lage in der Nacht beruhigt. Viele Flüchtlinge weichen jetzt über Kroatien aus. um weiter Richtung Westen zu reisen. Bis zum Abend waren es schon 1200, darunter viele Kinder. Ungarns Ministerpräsident Orban kündigte inzwischen an, auch die Grenze zum EU-Nachbarn mit einem Zaun sichern zu wollen. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon kritisierte es als schockierend und nicht hinnehmbar, wie Ungarn mit den Flüchtlingen umgehe. Gestern hatten ungarische Sicherheitskräfte Flüchtlinge, die versucht hatten, den Grenzzaun niederzureißen, mit Tränengas und Wasserwerfern zurückgedrängt.

In Burkina Faso hat das Miliär den Übergangspräsidenten und den Regierungschef festgenommen. Eine Eliteeinheit des vor einem Jahr gestürzten Präsidenten Compaoré stürmte eine Kabinettssitzung und nahm die Regierungsvertreter als Geiseln. Vor dem Präsidentschaftspalast versammelten sich danach hunderte Demonstranten und warfen der Präsidialgarde einen Militärputsch vor. Im westafrikanischen Burkina Faso sind für Mitte Oktober Präsidentschafts- und Parlamentswahlen geplant.

Der deutsche Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt soll heute aus dem Krankenhaus entlassen werden. Der zuständige Chefarzt in Hamburg sagte der BILD, dem 96jährigen gehe es soweit gut. Allerdings sei die Bein- und Fußdurchblutung eingeschränkt. Anfang des Monats war Schmidt ein Blutgerinnsel im Bein entfernt worden.

In Namibia versuchen viele Frauen, einem Mann ihr Kind unterzuschieben, um Unterhaltszahlungen zu bekommen. Das habe Justizminister Albert Kawana gestern vor der Nationalversammlung erklärt, berichtet der Namibian. In den Monaten April bis August diesen Jahres hätten DNA-Tests in 70 von 182 Fällen ergeben, dass das Kind nicht von dem Mann stammte, den die Frau als Vater angegeben hatte. Hauptthema der Erklärung Kawanas war laut Namibian die Umsetzung des Unterhalts-Gesetzes von 2003. Darin sei auch vorgesehen, Väter, die sich ihrer Verantwortung entziehen wollen, in Zeitungen anzuprangern.

Der Molkereibetrieb Namibia Dairies hat im Juli und August diesen Jahres seine Produktion gesenkt. Angesichts des Überangebotes von Milch habe der Betrieb bei Mariental 220 Kühe gekeult, berichtet die Allgemeine Zeitung. Demnach machen Namibia Dairies nicht nur Milchprodukte der Konkurrenz aus Südafrika zu Niedrigpreisen, sondern auch der schlechte Wechselkurs zu schaffen. In diesem und im Folgemonat werde das Unternehmen die Zahl der Kühe weiter reduzieren, allerdings in kleinerem Umfang.

Geschrieben von: Redaktion

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16. September 2015 – Nachrichten am Abend

Viele Flüchtlinge, die über die West-Balkan-Route kommen, versuchen jetzt die geschlossenen Grenzen Ungarns über Kroatien zu umgehen. Die dortige Regierung lässt die Menschen passieren und schickt Sprengstoffexperten in die Region, da dort aus der Zeit des jugoslawischen Bürgerkriegs noch viele scharfe Minen liegen. Die kroatische Präsidentin fordert bereits, den nationalen Sicherheitsrat einzuberufen. Es müsse mit einem Ansturm von Flüchtlingen gerechnet werden, hieß es. Erneut wurde am Windhoeker Obergericht eine empfindliche […]

todaySeptember 16, 2015


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