2016

2. Juni 2016 – Nachrichten am Morgen

todayJuni 2, 2016

Hintergrund
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Stausee in Namibia - wichtige Trinkwasserspender; © Gerd/Wikimedia Commons

Stausee in Namibia - wichtige Trinkwasserspender; © Gerd/Wikimedia Commons

Die Regierung und das Management des staatlichen Konzerns NamWater haben Warnungen vor einer Wasserkrise im Zentrum Namibias seit Jahren ignoriert. Das gehe aus einem Sonderbericht der Finanzberatungs-Firma Simonis Storm Securities hervor, berichtet die Allgemeine Zeitung. Experten von NamWater hätten bereits 2003 in einem Ausblick festgestellt, dass im Jahr 2012 im Landeszentrum die Nachfrage die langfristigen Wasser-Ressourcen übertreffen werde. In Windhoek habe sich die Zahl der Einwohner von 1990 bis 2015 von 141.000 auf knapp 408.000 erhöht. Empfohlene Maßnahmen zur Erweiterung der Wasserversorgung sind laut Bericht wegen hoher Kosten und der Hoffnung auf weitere gute Regenzeiten nicht ergriffen worden.

Das Ministerium für Staatsbetriebe hat vier hoch bezahlte Experten eingestellt, um staatliche Unternehmen unter die Lupe zu nehmen. Laut Namibian laufen die Verträge über drei Jahre und sehen Honorare zwischen 1,3 und 2,1 Millionen Namibia Dollar im Jahr vor. Dies habe Staatssekretär Frans Tsheehama bestätigt und erklärt, eine Beratungsfirma wäre teurer. Demnach handelt es sich um den Ex-Finanzchef der Development Bank of Namibia, Renier van Rooyen, den Ex-Finanzchef von NBC, Jantjie Duan, die Ex-Personalchefin von Namcor, Julia Muetudhana und die Ex-Vize-Chefin des Millennium Challenge Accounts in Namibia, Eline van der Linden. Das Ministerium soll staatliche Unternehmen kontrollieren und reformieren.

Bei einem spektakulären Überfall auf einen Geldtransporter in Argentinien haben Unbekannte in Polizeiuniform umgerechnet 700.000 Euro erbeutet. Die Angreifer fingen das Fahrzeug auf dem Weg in die Hauptstadt Buenos Aires ab, beschossen es mit automatischen Waffen und raubten dann das Geld. Polizisten in einem Begleitfahrzeug seien dabei verletzt worden, einer von ihnen schwer.

Bei den schweren Überschwemmungen in Niederbayern sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Taucher entdeckten in einem Haus in Simbach am Inn drei Leichen, in der Nähe wurde eine tote Frau aus einem Bach geborgen. Die Nacht über waren Feuerwehr und Polizei außerdem damit beschäftigt, nach Vermissten zu suchen. Unterdessen beginnen die Aufräumarbeiten

Die Organisation Erdöl exportierender Staaten OPEC berät heute über Maßnahmen gegen niedrigen Ölpreis. Es wird allerdings nicht damit gerechnet, dass sich die Mitgliedsstaaten auf eine stärkere Begrenzung der Fördermenge verständigen, um die Preise wieder anzukurbeln. Vor allem die Differenzen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran blockieren die Gespräche immer wieder. Der Ölpreis liegt derzeit bei knapp 50 Dollar pro Barrel, vor zwei Jahren waren es über 100 Dollar.

Unternehmen dürfen nicht frei über die Verwendung von Überschüssen firmeneigener Pensionsfonds entscheiden. Das habe das Obergericht gestern in einem Streitfall zwischen dem Urankonzern Rössing und ehemaligen Mitarbeitern entschieden, berichtet die Allgemeine Zeitung. Die Geschäftsführung hatte 2012 beschlossen, dass die Überschüsse von über 500 Millionen Namibia Dollar zu 52 Prozent an die Firma gehen, zu 33 Prozent an gegenwärtige Mitarbeiter und nur zu 15 Prozent an Pensionäre. Treuhänder des Pensionsfonds hatten dagegen zuvor empfohlen, die Überschüsse zu je einem Drittel zuzuteilen. Wenn Rössing nicht in Berufung geht, muss die Aufteilung nun neu bestimmt werden.

Das Umweltministerium Namibias gibt in diesem Jahr drei Spitzmaul-Nashörner für die Trophäenjagd frei. Das berichtet der Namibian unter Hinweis auf eine Anzeige des Ministeriums in der gestrigen Ausgabe der Zeitung. Ein Stopp der Trophäenjagd würde dem Naturschutz in den kommunalen Gebieten schaden, erklärte Umweltminister Pohamba Shifeta auf Nachfrage. Kommunale Hegegemeinschaften seien auf die Einnahmen angewiesen, um ihre Anti-Wilderer-Einheiten zu finanzieren. Im Vorjahr hatte die Nashorn-Jagd in Namibia weltweit für Proteste gesorgt. Die internationale Artenschutz-Konferenz CITES dagegen hatte Namibia fünf Spitzmaul-Nashörner pro Jahr für die Trophäenjagd zugestanden.

Geschrieben von: Redaktion

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