2019

21. August 2019 – Nachrichten am Morgen

todayAugust 21, 2019

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Tribalismus und Korruption sind ein weit geringeres Problem im Land als weitläufig angenommen. Dieser Meinung zeigte sich Staatspräsident Hage Geingob bei einer Pressekonferenz mit seinem ruandischen Amtskollegen Paul Kagame. Würde es massiven Tribalismus in Namibia geben, so könnte er als Angehöriger der Minderheit der Damara niemals Präsident geworden sein, betonte Geingob. In Bezug auf Korruption und schnellen Reichtum sprach er von Neidern und einem weitverbreiteten Glauben, dass der Staat für alles und jeden direkt verantwortlich sei. Geingob reagierte damit auf eine Medienfrage ob Namibia in beiden Bereichen von Ruanda lernen könne.

Auch die staatliche Verlagsgesellschaft New Era Publications Corporation NEPC ist faktisch pleite. Dies sagte der amtierende Geschäftsführer Benjamin Jakobs. Demnach habe das Unternehmen, das vor allem die Tageszeitung New Era verlegt, Probleme mit schlechter Arbeitsethik seiner Mitarbeiter. Alleine ein solches Verhalten habe dazu geführt, dass das Unternehmen fast 34 Millionen Namibia Dollar nicht belegen könne. Zudem habe NEPC Schulden von 74 Millionen Namibia Dollar und einen Jahresverlust 2016/17 von 66 Millionen Dollar erwirtschaftet. – Zuvor musste bereits die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt NBC eingestehen, dass das Unternehmen kurzfristig weit mehr als 300 Millionen Namibia Dollar benötige um weiter zu arbeiten.

Der Finanzchef der Road Fund Administration RFA, George Itembu, steht kurz vor der fristlosen Entlassung. Dies berichtet der Namibian. Demnach sei die staatliche Behörde, die Straßenbenutzungsgebühren eintreibt, mit der Entlassung beschäftigt. Itembu war bereits im Oktober wegen „Unehrlichkeit“ und „Arbeitsverweigerung“ suspendiert worden. Er hatte zuvor nur knapp ein Jahr für die RFA gearbeitet und musste sich dann in sieben Vergehen verantworten. Problematisch sei vor allem seine konstante Weigerung Anweisungen des Geschäftsführers Folge zu leisten.

Der ruandische Staatspräsident Paul Kagame plane nicht mittelfristig sein Amt aufzugeben. Dies sagte er während des Staatsbesuches in Namibia. Kagame übernahm das Präsidentenamt in Ruanda vor fast 20 Jahren. Eine Verfassungsänderung 2017 erlaube ihm bis 2034 Staatspräsident zu sein, betonte er. Es gäbe derzeit keinen Grund dieses Amt nicht viele weitere Jahre auszuüben, betonte Kagame. Sein Volk sei mit seiner Arbeit sehr zufrieden und Ruanda seit Jahren einer der wirtschaftlich am schnellsten wachsenden Staaten weltweit. Es gehe ihm nicht um seine persönliche Freude am Amt, sondern der Aufgabe für die er auserkoren wurde.

Geschrieben von: Redaktion

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