2016

22. Juli 2016 – Nachrichten am Morgen

todayJuli 27, 2016

Hintergrund
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Namibia Dollar; © Bank of Namibia/Wikimedia Commons

Die Wirtschaft Namibias wird in diesem Jahr weit weniger wachsen als bisher erwartet. Die Finanzberatungs-Firma IJG Securities prognostiziere in ihrem jüngsten Quartals-Report ein Wachstum von 1,6 Prozent, berichtet die Allgemeine Zeitung. Zuvor war von 2,5 Prozent die Rede. Ursachen für das Abflauen der Konjunktur sieht IJG in der Dürre. So gehe die Produktion in der Landwirtschaft zurück. Zudem litten Baugewerbe und produzierendes Gewerbe unter der Wasserkrise. Auch bei Handel und Dienstleistungen ist laut Prognose mit einem Minus zu rechnen, weil die Angolaner aufgrund ihrer Wirtschaftskrise weniger einkaufen und die Regierung Namibias ihre Ausgaben reduziert.

Namibia ist attraktiv für Investoren aus dem Ausland. Das sagte Außenministerin Netumbo Nandi-Ndaitwah laut Presseagentur Nampa auf der Tagung zur Neugestaltung der Außenpolitik. 2015 habe die Netto-Summe der Direkt-Investitionen 3,7 Milliarden Namibia Dollar betragen – mehr als dreimal so viel wie im Jahr 2004. Investiert worden sei vor allem in den Bereichen Landwirtschaft, Tourismus, verarbeitende Industrie und Handel. Der Ministerin zufolge wurden dadurch 4.000 Arbeitsplätze geschaffen.

In die Auftragsvergabe für den Bau des neuen Büros des Premierministers in Windhoek hat ein Staatssekretär regelwidrig eingegriffen. Das habe der Chef der führenden Oppositionspartei DTA, McHenry Venaani, gestern auf einer Pressekonferenz erklärt, meldet die Nachrichtenagentur Nampa. Der Ausschreibungsrat habe den Auftrag an eine Firma geben wollen, die ein Angebot in Höhe von 968 Millionen Namibia Dollar eingereicht habe. Der Staatssekretär im Ministerium für öffentliche Arbeiten, Willem Goeieman, habe den Rat jedoch angewiesen, eine andere Firma mit einem Angebot von einer Milliarde Dollar zu beauftragen. Venaani zeigte der Presse die Kopie eines Briefs, der von Goeiemans stammen soll.

Der Stromkonzern NamPower hat wieder einen regulären Geschäftsführer. Wie das staatliche Unternehmen mitteilte, billigte das Kabinett die Ernennung von Kahenge Haulofu, der seit vergangenem Oktober amtierender Geschäftsführer ist. Er sei seit 18 Jahren im Management des Konzerns tätig und in mehreren nationalen und regionalen Gremien des Energiesektors vertreten. Haulofu nannte in der Mitteilung als sein Hauptziel, die Abhängigkeit von der Stromlieferung aus den Nachbarländern zu reduzieren und die Versorgung des Landes durch den Bau eigener Kraftwerke zu sichern.

Nach dem islamistischen Angriff auf eine Kirche in Nordfrankreich hat die Staatsanwaltschaft weitere Details bekanntgeben. Demnach handelt es sich bei einem der beiden Angreifer um einen 19-Jährigen. Der Franzose soll zwei Mal versucht haben, nach Syrien zu reisen, wurde aber unter anderem in Deutschland gestoppt und zurückgeschickt. Gegen ihn wurde wegen Terrorverdachts ermittelt und er trug zum Zeitpunkt der Tat eine Fußfessel. Zusammen mit einem noch nicht identifizierten Mann hatte der 19-Jährige gestern in der Kirche Geiseln genommen und den Priester getötet.

Hillary Clinton geht für die US-Demokraten ins Rennen um das Weiße Haus. Bei dem Parteitag in Philadelphia wurde die Ex-Außenministerin offiziell zur Präsidentschaftskandidatin gekürt. An der Nominierung hatte es vorab keine Zweifel gegeben, weil Clinton sich bei den Vorwahlen gegen den Senator Sanders durchgesetzt hatte. Bei der Wahl im November trifft Clinton auf den Immobilienmilliardär Donald Trump – er war bereits letzte Woche zum Kandidaten für die Republikaner nominiert worden.

Geschrieben von: Redaktion

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InnoSun-Kraftwerk bei Okahandja; © Francois Lottering/NAMPA

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26. Juli 2016 – Nachrichten am Abend

Der mehrfachte Stromausfall diesen Vormittag in Teilen von Windhoek ist auf einen ungewöhnlich hohen Verbrauch zurückzuführen. Dies bestätigte Stadtsprecher Joshua Amukogo gegenüber Hitradio Namibia. Der Wintereinbruch habe dazu geführt, dass viele Einwohner elektrische Heizungen und Klimaanlage einsetzten. - Diese Stromunterbrechung stehe aber in keinerlei Zusammenhang mit dem fast landesweiten „Blackout“ am vergangenen Freitag, der auf Probleme bei Nampower zurückzuführen gewesen sei. Nach dem mutmaßlich von IS-Anhängern verübten Anschlag auf eine […]

todayJuli 26, 2016


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