2016

22. Juli 2016 – Nachrichten am Morgen

todayJuli 22, 2016

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Alle kommerziellen Unternehmen des Staates in Namibia sind ab sofort dem Ministerium für Staatsbetriebe Rechenschaft unterstellt. Das habe Minister Leon Jooste gestern erklärt, meldet die Presseagentur Nampa. Demnach ernennt sein Ministerium die Vorstände dieser Unternehmen, prüft Geschäftspläne, entscheidet über Jahresbudgets und wirkt bei Umstrukturierungen mit. Es geht um 18 kommerzielle Staatsbetriebe wie Air Namibia, TransNamib, die Hafenbehörde NamPort oder den Stromversorger NamPower, die zuvor anderen Ministerien zugeordnet waren. Laut Nampa wird im Rahmen des neuen Hybrid-Regierungsmodells nach kommerziellen, nicht-kommerziellen und Finanz-Unternehmen unterschieden. Insgesamt gibt es über 90 Staatsbetriebe.

Der Gouverneur der Region Omaheke, Festus Ueitele, muss sich für abfällige Äußerungen über die Herero öffentlich entschuldigen. Dazu habe Präsident Hage Geingob ihn in einem Brief angewiesen, teilte das Büro des Präsidenten gestern mit. Auf diese Weise müsse Ueitele die Atmosphäre von Frieden, Einheit und Vertrauen in seiner Region wiederherstellen. Dem Namibian zufolge hatte Ueitele in einem aufgezeichneten Gespräch gesagt, Hereros würden andere Volksgruppen nicht respektieren und sie zum eigenen Vorteil verraten. Auch war von einer Verschwörung der Herero gegen Geingob die Rede. Ueitele ist mit einer Herero verheiratet.

Die Regierung Nigerias hat Verhandlungen mit den Rebellen im Niger-Delta aufgenommen. So soll ein Ende der Gewalt in der öl-reichen Region erreicht werden. Verhandlungspartner ist die Rebellengruppe Niger Delta Avengers, die sich in letzter Zeit zu zahlreichen Attacken auf Öl- und Gasfördereinrichtungen bekannt hat. Die Rebellengruppe fordert unter anderem, dass die Menschen in der armen Region stärker von den Öleinnahmen profitieren. Die wachsende Unsicherheit im Niger-Delta belastet Nigerias Wirtschaft.

Donald Trump hat seine Nominierung als Präsidentschaftskandidat der Republikaner angenommen. In seiner Grundsatzrede porträtierte er die USA als Land im Niedergang – und gab sich als neuer starker Mann, unter dem das Land wieder sicherer – und der Wohlstand größer werde. Dazu wolle er unter anderem die Einwanderung begrenzen.

Landreform-Direktor Petrus Nangolo im Ministerium für Bodenreform erhält Farmland in der Region Kunene. Nangolo werde in einer Zeitungsanzeige des Ministeriums als einer von 16 Neusiedlern genannt, berichtet der Namibian. Das ihm zugeteilte Stück Land sei knapp 2.350 Hektar groß und gehöre zur Farm Ombonde. Nangolo wies den Vorwurf der eigenen Bevorzugung auf Nachfrage des Namibian zurück. Er habe bereits seit 19 Jahren Anträge auf Farmland aus der Umverteilung des Staates gestellt – und damit lange bevor er den Direktoren-Posten im Ministerium erhalten habe.

Die Allgemeine Zeitung feiert heute ihren 100. Geburtstag mit einem Tag der Offenen Tür. Wie Chefredakteur Stefan Fischer mitteilte, sind Leser und Gratulanten von 10 Uhr bis 20 Uhr auf dem Gelände der Druckerei Newsprint im Windhoeker Gewerbe-Gebiet Lafrenz willkommen. Dort sei die AZ-Jubiläums-Briefmarkenserie erhältlich, die gestern Abend offiziell vorgestellt wurde, sowie das neue Buch „Damals war’s“ und der AZ-Fotokalender. Außerdem kann man den Druck der Jubiläums-Beilage miterleben – um 13 Uhr 30 und 17 Uhr 30. Am 22. Juli 1916 erschien die erste Ausgabe des Kriegsboten, dem Vorläufer der Allgemeinen Zeitung. Damit ist die AZ die älteste Tageszeitung Namibias.

Geschrieben von: Redaktion

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55 Jahre Haft für diesen Verurteilten; © Simon Endjala/NAMPA

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21. Juli 2016 – Nachrichten am Abend

Für 55 Jahre muss ein Farmarbeiter ins Gefängnis, der zwischen 2009 und 2011 zwei Menschen getötet hatte. Der 66-jährige Mann wurde vom Obergericht wegen zweifachen Mordes und versuchten Mordes schuldig gesprochen. Das Gericht lehnte die Erklärung ab, dass es sich in beiden Fällen um Selbstverteidigung gehandelt habe. Richter Alfred Siboleka sprach von einer “unkontrollierbaren Gefahr”, die vom Verurteilten ausgehe. Er werde das Gefängnis vermutlich zu Lebzeiten nicht mehr verlassen, zumal […]

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