2017

29. Mai 2017 – Nachrichten am Morgen

todayMai 29, 2017

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Die Stadtverwaltung von Walvis Bay hat mit ihrer Räumungsklage gegen wilde Siedler eine Schlappe erlitten. Wie der Namibian berichtet, erklärte sich das Magistratsgericht am Freitag für nicht zuständig und verwies den Kläger an das Obergericht. Die Anwälte der Stadt seien zur Verhandlung nicht einmal erschienen. Die Stadtverwaltung hatte im Nachhinein einen Räumungsbescheid gegen Bewohner der informellen Siedlung Tutaleni erwirken wollen, deren Hütten vergangene Woche von der Polizei zerstört worden waren. Die Bewegung Affirmative Repositioning AR hatte zur Vertretung der Siedler einen Anwalt nach Walvis Bay entsandt und kündigte nun eine Klage gegen das illegale Vorgehen der Polizei an.

Bei einer Massenpanik vor einem Fußballstadion in Honduras sind nach Polizeiangaben mindestens vier Menschen getötet und 15 verletzt worden. Nach Angaben der Polizei waren für das letzte Spiel der Saison mehr Eintrittskarten verkauft worden, als das Stadion Plätze hat. Hunderte Fans versuchten, in das Stadion zu gelangen – die Polizei setzte Tränengas und Wasserkanonen ein. Es entstand eine Massenpanik – dabei wurden zwei Menschen sofort getötet – zwei weitere erlagen später im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Das Spiel fand ungeachtet der tödlichen Massenpanik statt.

Nordkorea hat erneut eine Rakete abgefeuert. Der genaue Typ sei noch unklar, heißt es vom südkoreanischen Generalstab – es wird aber vermutet, dass es sich um eine Kurzstreckenrakete vom Typ Scud gehandelt hat. Sie soll nach sechs Minuten im Meer gelandet sein, heißt es vom US-Pazifikkommando. Seit 2006 hat Nordkorea nach eigenen Angaben fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr. Zugleich arbeitet die Führung in Pjöngjang an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die USA getragen werden könnten. Mit seinen Tests verstößt Nordkorea gegen Sanktionen des UN-Sicherheitsrats.

Die Fischfirma Tunacor investiert 160 Millionen Namibia Dollar in ein neues, speziell für namibische Bedürfnisse entworfenes Schiff. Laut Allgemeiner Zeitung soll es das erste Schiff sein, mit dem die drei gängigsten Fischarten Namibias – Seehecht, Seeteufel und Makrele – gefangen werden können. Weil es das ganze Jahr über eingesetzt werden könne, sei es profitabler. Das 53 Meter lange und 11,5 Meter breite Schiff wird laut AZ zum größten Teil in Spanien gebaut und in Walvis Bay fertiggestellt. Bislang seien in Namibia nur Fangschiffe in Betrieb, die aus zweiter Hand gekauft wurden. Das Schiff soll Oshiveli heißen, zu Deutsch: Erstgeborene, und in 18 Monaten zum Einsatz kommen.

Der Bau der Asphaltstraße von Gobabis nach Grootfontein steht still, weil die Regierung der Baufirma einen dreistelligen Millionenbetrag schuldet. Das Unternehmen China Henan International Cooperation habe bereits 300 Arbeiter entlassen müssen und könne 150 weiteren die Löhne nicht auszahlen, berichtet der Namibian. Demnach steht ein Betrag von 294 Millionen Namibia Dollar aus – die Hälfte davon für den 130 Kilometer langen Streckenabschnitt von Otjinene nach Okamatapati, der bereits im Dezember offiziell von Präsident Hage Geingob eröffnet worden war. Der 100 Kilometer lange Abschnitt von Okamatapati nach Grootfontein sollte laut Namibian im April fertiggestellt werden. Insgesamt kosten beide Abschnitte knapp 1,1 Milliarden Dollar.

Am heutigen Montag soll in Windhoek des Völkermordes an Herero und Nama zur deutschen Kolonialzeit gedacht werden. Das kündigte der Ovaherero/Ovambanderu and Nama Dialogue Council ONDC laut Presseagentur NAMPA an. Damit wolle man den parlamentarischen Antrag der Oppositionspartei SWANU of Namibia unterstützen, den 28. Mai zum offiziellen Völkermord-Gedenktag zu erklären. An jenem Tag des Jahres 1908 waren die Konzentrationslager offiziell geschlossen worden. Nama-Vertreter hatten sich gegen den 28. Mai ausgesprochen, weil er am Ende eines eh mit Feiertagen überfüllten Monats liegt. Dem ONDC zufolge kommen auch der 2. Oktober und der 23. April in Frage. An diesen Tagen der Jahre 1904 und 1905 habe General Lothar von Trotha die Vernichtungsbefehle gegen Herero und Nama erteilt.

Geschrieben von: Redaktion

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