2016

3. Januar 2016 – Nachrichten am Morgen

todayJanuar 3, 2016

Hintergrund
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Flüchtlinge im Mittelmeer; © Santi Palacios/AP-NAMPA

Im Mittelmeer ist ein zweijähriges Flüchtlingskind ertrunken. Fischer haben die Leiche des Jungen gestern vor der griechischen Insel Agathonisi aus dem Meer geborgen. Das Kind ist damit das erste bekannte Todesopfer der Flüchtlingskrise im neuen Jahr. Das Boot, mit dem es unterwegs war, war laut griechischer Küstenwache völlig überfüllt. Der Junge war aus dem Boot gefallen, nachdem es einen Felsen gerammt hatte.

Nach dem Terroralarm in München wird jetzt ein europäisches Terrorabwehrzentrum gefordert. Der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Burkhard Lischka, sagte in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, der Informationsaustausch zwischen den Staaten sei eine Schwachstelle in der Terrorabwehr. Silvester waren unter anderem zwei Münchener Bahnhöfe geräumt worden, nachdem zwei ausländische Geheimdienste Hinweise auf einen Anschlag gegeben hatten. Nach den mutmaßlichen Terroristen wird weiter gefahndet.

Die US-Regierung hat Ruandas Staatschef scharf kritisiert. Grund ist, dass Paul Kagame angekündigt hat, für eine dritte Amtszeit zu kandidieren. Der Sprecher des Außenministeriums in Washington sagte, mit dieser Entscheidung würde Präsident Kagame die historische Gelegenheit ignorieren, die demokratischen Institutionen zu stärken, für deren Aufbau die ruandische Bevölkerung mehr als 20 Jahre lang so hart gekämpft habe. Die Ruander hatten vor ein paar Wochen in einer Volksabstimmung mit überwältigender Mehrheit von 98,4 Prozent eine Änderung der Verfassung gebilligt, die dem Präsidenten eine dritte Amtszeit erlaubt.

Die UNO hätte für Libyen gerne Hilfe aus Deutschland. Der UN-Sondergesandte für Libyen, Kobler, sagte in einem Zeitungsinterview, sobald die Sicherheitslage in Libyen besser sei, könne er sich vorstellen, dass die Bundeswehr sich an der Ausbildung von Sicherheitskräften beteiligt. Zu Zeit herrscht in Libyen Chaos, in dem nordafrikanischen Land gibt es zwei rivalisierende Regierungen.

Nach der Hinrichtung eines schiitischen Geistlichen in Saudi-Arabien hat eine aufgebrachte Menge im schiitischen Iran die saudische Botschaft angegriffen und angezündet. Der Iran droht Saudi-Arabien: das Land werde einen hohen Preis für die Exekution zahlen. In Deutschland wird die Massenhinrichtung in Saudi-Arabien mit 47 Opfern scharf kritisiert.

Im belgischen Pannen-Atomkraftwerk Doel hat es erneut einen Zwischenfall gegeben. Block 1 hat sich am Abend automatisch abgeschaltet. Der Grund ist noch unklar. Der Reaktor war erst drei Tage zuvor wieder hochgefahren worden. Die Anlage in Doel ist bereits seit 40 Jahren in Betrieb und hätte eigentlich letztes Jahr stillgelegt werden sollen. Die belgische Energiepolitik steht vor allem in Deutschland in der Kritik.

Geschrieben von: Redaktion

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Saudi Arabien (Symbolbild); Neumenon/Wikimedia Commons

2016

2. Januar 2016 – Nachrichten am Mittag

Saudi-Arabien hat 47 Menschen hingerichtet - nach Angaben des saudischen Innenministeriums wegen Terrordelikten. Unter den Hingerichteten ist auch der Anführer der Schiiten-Proteste, die im Zuge des arabischen Frühlings vor 5 Jahren ausgebrochen waren. Die schiitische Minderheit klagt seit langem über religiöse und soziale Diskriminierung durch das Herrscherhaus. Im vergangenen Jahr hat das ultrakonservative Königreich mindestens 150 Menschen hingerichtet. Bei einem Selbstmordanschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind drei Menschen verletzt […]

todayJanuar 2, 2016


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