2016

30. August 2016 – Nachrichten am Morgen

todayAugust 30, 2016

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Multi-Millionär Rodney Shaningua muss sich wegen des mutmaßlichen Mordes an einem finnischen Staatsbürger vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft habe gestern formell Anklage wegen Mordes und Behinderung der Justiz erhoben, berichtet die Allgemeine Zeitung. Der Fall sei ans Obergericht verwiesen worden. Der 44-jährige Shaningua soll Anfang August 2015 vor einer Sport-Bar in Windhoek neun Schüsse auf den 42-jährigen Finnen Kristian Uolevi abgegeben haben. Uolevi war zuvor offenbar auf den Wagen Shaninguas aufgefahren.

Namibias Regierung wird das veraltete Gesetz gegen Sodomie nicht aufheben. In ihrer Antwort auf eine Empfehlung der Vereinten Nationen lehnte die Regierung laut Namibian zudem ab, gleichgeschlechtliche Beziehungen zu legalisieren. Man sehe keinen rechtlichen Handlungsbedarf, da es sich um eine private Angelegenheit handle. Zudem bilde die rechtliche Institution der Ehe zwischen Mann und Frau die Keimzelle der Gesellschaft. Laut Regierung werden homosexuelle Partnerschaften zum privaten Vergnügen der Betroffenen eingegangen und haben keinerlei gesellschaftliche Bedeutung. Zugleich wurde auf Studien von 2006 und 2007 verwiesen, denen zufolge Homosexuelle in Namibia gleiche Rechte genießen würden.

Die Regierung Namibias will die Medien stärker kontrollieren. Im Zuge des neuen Informationsgesetzes solle eine Regulierungsbehörde gegründet werden, berichtet der Namibian. Demnach bestätigte Informationsminister Tjekero Tweya, die Regierung werde gegen unverantwortliche Berichterstattung durch Reporter und Medienhäuser vorgehen. Dazu zähle, Informationen aus ihrem Zusammenhang zu reißen sowie tendenziöse Berichte zu verfassen, die nicht auf Fakten beruhen. Auch Strafen seien geplant. Details nannte Tweya nicht. Im Juni hatte die Regierung bereits angekündigt, die Pressefreiheit auch in Fällen der nationalen Sicherheit einzuschränken.

Die italienische Küstenwache hat auf dem Mittelmeer rund 6500 Flüchtlinge gerettet. Über 40 Einsätze wurden gestern innerhalb weniger Stunden koordiniert. Das hat die Küstenwache über Twitter mitgeteilt. Damit war es eine der größten Rettungsaktionen der vergangenen Jahre. Wegen des guten Wetters versuchen momentan besonders viele Flüchtlinge von Libyen aus über das Mittelmeer nach Europa zu kommen.

Die USA fordern die Türkei und die syrischen Kurden auf, sich auf den gemeinsamen Feind Islamischer Staat zu konzentrieren statt sich gegenseitig zu bekämpfen. Die Kurden haben sich dazu offenbar bereits in das Gebiet östlich des Euphrats zurückgezogen – die Türkei hält dagegen an ihren Angriffen auf die Kurden fest.

In São Paulo hat die brasilianische Polizei am Abend Tränengas gegen rund 3000 protestierende Anhänger der suspendierten Staatschefin Dilma Rousseff eingesetzt. Sie hatten aus Protest gegen das laufende Amtsenthebungsverfahren Mülltonnen angezündet und Barrikaden errichtet. Auch in der Hauptstadt Brasília gingen in der Nähe des Senatsgebäudes rund 2000 Menschen aus Solidarität mit Rousseff auf die Straße. Zwischenfälle wurden von dort aber nicht gemeldet. Roussef wird unter anderem vorgeworfen, den Haushalt frisiert – und Geld ohne Zustimmung des Kongresses ausgegeben zu haben.

Beim Campingplatz „Meile 4“ nördlich von Swakopmund gibt es nun auch ein Restaurant mit Bar und einen Konferenzsaal. Wie die Presseagentur Nampa meldet, wurden die neuen Einrichtungen am Samstag offiziell eingeweiht. Demnach wurden die Kosten von 2,1 Millionen Namibia Dollar von der Defence Force Foundation DFF getragen, die auch den benachbarten Campingplatz mit Stellplätzen und Bungalows betreibt. Die DFF ist ein Privatunternehmen, das Mitgliedern der namibischen Streitkräfte gehört. Insgesamt sind bei Meile 4 nun 33 Mitarbeiter beschäftigt.

Eine Hollywood-reife Verfolgungsjagd bot sich die Polizei mit einem Fahrzeug mit vier Insassen in der Region Hardap. Polizeiangaben nach habe ein Fahrzeug bei einer Kontrolle nicht angehalten. Zuvor soll das Fahrzeug etwa 30 Kilometer südlich von Rehoboth Schlangenlinien gefahren sein. Das Fahrzeug konnte später von Polizisten gestellt werden. Ein Alkoholtest ergab eine nicht zulässige Menge im Atem des Fahrers. Der Fahrer wurde wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen und erhielt zudem eine Strafe über 1000 Namibia Dollar, da das Fahrzeug seit mehr als vier Jahren nicht mehr angemeldet war.

Der Mordfall um den ehemaligen paralympischen Superstar Oscar Pistorius ist immer noch nicht abgeschlossen. Wie die südafrikanische Staatsanwaltschaft heute bekannt gab, werde man weitere Schritte gegen das aus ihrer Sicht milde Urteil gegen Pistorius untersuchen. Ende vergangener Woche hatte ein Gericht entschieden, dass der Berufungsantrag nicht weiter verfolgt werden dürfe, da es kaum Aussichten auf Erfolg gäbe. – Pistorius war Mitte des Jahres in zweiter Instanz wegen „Mordes nach südafrikanischem Recht“ an seiner Lebensgefährtin zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Zuvor war er wegen fahrlässiger Tötung zu fünf Jahren verurteilt worden, wovon er ein Viertel abgesessen hatte.

Geschrieben von: Redaktion

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