2015

30. November 2015 – Nachrichten am Abend

todayNovember 30, 2015

Hintergrund
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El Nino-Effekt; © Sommerstoffe/de.Wikipedia.org

El Nino-Effekt; © Sommerstoffe/de.Wikipedia.org

Das Wetterphänomen El Niño, das für die Trockenheit in der bisherigen Regensaison verantwortlich ist, nähert sich seinem Höhepunkt. Dies teilte Klaus-Peter Knupp von “Earthmaps Consulting” gegenüber Hitradio Namibia mit. Demnach könnte es bald einen Wetterumschwung im südlichen Afrika geben. Zum einen könnte die hohe Temperatur des Indischen Ozeans sehr feuchte und regenreichte Luft nach Namibia bringen. Möglich sei aber auch das Gegenteil, in dem die hohe Meerestemperatur zu Zyklonen führt, die dann zum Großteil an der Ostküste des südlichen Afrika sintflutartig abregnen. Dies würde eine weiterhin unterdurchschnittliche Niederschlagsmenge für Namibia bedeuten.

Die Wasserkrise in den zentralen Gebieten Namibias verschärft sich weiter. Laut dem aktuellen „Dam Bulletin“ des Wasserversorgers Namwater sind die Stauseen nur noch zu 17,9 Prozent gefüllt. Landesweit liegt der Füllstand aller Stauseen bei 34,5 Prozent. Der Abfluss in der vergangenen Woche betrug knapp 3,3 Millionen Kubikmeter, wobei nur etwa 25 Prozent auf Windhoeks Stauseen entfallen. Weiterhin sind alle Einwohner der Stadt aufgerufen, mindestens 20 Prozent Wasser zu sparen. Autowaschen mit laufendem Schlauch, Schwimmbäder ohne Verdunstungsabdeckung und Bewässern zwischen 9 und 17 Uhr ist weiterhin verboten.

Die Spannungen zwischen der Türkei und Russland halten an. Ankara will sich nicht für den Abschuss des russischen Kampfjets entschuldigen. Ministerpräsident Davutoglu sagte, es sei die Pflicht der Regierung, Luftraum und Grenzen zu schützen. Kein Land könne dafür eine Entschuldigung fordern. Gleichzeitig betonte er erneut, dass die Türkei zu Gesprächen bereit sei, um die Spannungen beizulegen. Präsident Erdogan hatte ein Treffen am Rande des Weltklimagipfels vorgeschlagen. Dies lehnt Kreml-Chef Putin aber ab.

Zum Auftakt der Weltklimakonferenz in Paris haben zahlreiche Staats- und Regierungschefs gefordert, in Sachen Klimaschutz schnell und entschlossen zu handeln. Nie zuvor habe bei einem internationalen Treffen so viel auf dem Spiel gestanden, so der französische Präsident Hollande in seiner Eröffnungsrede. Deutschlands Kanzlerin Merkel sprach mit Blick auf eine Begrenzung der Klimaerwärmung von einer Frage der Zukunft der Menschen.

Geschrieben von: Redaktion

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