2019

9. April 2019 – Nachrichten am Morgen

todayApril 9, 2019

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Der Staatssekretär im Ministerium für Öffentliche Arbeiten, Willem Goeiemann, steht erneut wegen einer dubiosen Entscheidung in der Kritik. Laut Namibian wirft der Vizeminister im selben Ressort, Sankwasa James Sankwasa, ihm in einer internen Mitteilung Betrug und Inkompetenz vor. So habe Goeiemann die Zahlung von 2,4 Millionen Namibia Dollar für den Abriss eines Regierungsgebäudes in Okahandja gutgeheißen, das auf einen Wert von einer Million Dollar geschätzt worden sei. Demnach geht es um ein ehemaliges Hotel, das 1952 auf einem 8000 m² großen Grundstück im Zentrum des Ortes errichtet worden war. Die Firma, die mit dem Abriss beauftragt wurde, wollte laut Bericht für 40 Millionen Dollar ein neues Gebäude errichten und die Kosten durch Vermietung innerhalb von 25 Jahren wieder einspielen.

Die Arbeiten am Neckartal-Staudamm westlich von Keetmanshoop stehen erneut still. Laut Allgemeiner Zeitung begründete das Unternehmen Salini den Stopp mit ausstehenden Zahlungen der Regierung. Demnach sind die Arbeiten zu 98 Prozent abgeschlossen. Es gehe nun noch um das elektrische und mechanische Innenleben. Die Staumauer war dem Landwirtschaftsministerium zufolge bereits im Oktober fertiggestellt worden. Seitdem werde das Wasser des Fischflusses gestaut. Der größte Stausee Namibias soll 5.000 Hektar Anbaufläche bewässern und fast 800 ständige Arbeitsplätze schaffen. Die Bauarbeiten hatten 2013 begonnen und sich wegen Streiks und ausstehender Zahlungen des Staates mehrfach verzögert. Die Kosten haben sich laut AZ auch aufgrund von Bußgeldern auf insgesamt sechs Milliarden Namibia Dollar erhöht.

Farmer erhalten ab sofort Dürrehilfe aus dem Dare to Care Fonds des Landwirtschaftsverbands NAU. Laut Allgemeiner Zeitung werden ab heute Tierfutter-Produkte für Rinder, Schafe und Wild subventioniert. Die NAU habe bislang 4,1 Millionen Namibia Dollar an Spenden gesammelt. Damit könne sie 76.000 Säcke Tierfutter mit je 50 Dollar bezuschussen. Der Verband rief zu weiteren Spenden auf, um das gesteckte Ziel von 10 Millionen Dollar zu erreichen. Die Regierung hatte vor zwei Wochen mitgeteilt, in ihrem neuen Budget 570 Millionen Dollar für Dürrehilfe vorgesehen zu haben.

Der Namibia Dollar wird auch weiterhin 1:1 an den südafrikanischen Rand gekoppelt bleiben. Das habe Präsident Hage Geingob gegenüber dem Wirtschaftsportal Bloomberg bekräftigt, meldet die Presseagentur NAMPA. Wenn nicht etwas Gravierendes geschehe, komme eine Entkoppelung nicht in Frage. Geingob stellte sich damit hinter die Bank of Namibia. Im Dezember hatte sie erklärt, die Koppelung des Namibia Dollar an den Rand sei auch weiterhin im Interesse des Landes, weil sie für Preisstabilität sorge. 60 Prozent der Güter in Namibia werden laut NAMPA aus Südafrika importiert. Geingob hält sich zurzeit in Portugal auf und nimmt an der jährlichen Konferenz des Think Tanks Horasis teil, auf der sich führende Vertreter von Wirtschaft und Politik treffen.

Geschrieben von: Redaktion

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