16. Januar 2016 - Nachrichten am Mittag

In der Hauptstadt des westafrikanischen Landes Burkina Faso haben Islamisten ein zweites Hotel angegriffen. Zuvor war bereits ein vor allem bei Ausländern beliebtes Luxus-Hotel von Sicherheitskräften gestürmt worden. Dort hatten sich Angreifer stundenlang verschanzt. Über 120 Menschen wurden in Sicherheit gebracht, es soll aber mindestens 20 Tote und 15 Verletzte gegeben haben. Ein afrikanischer Ableger der Terror-Miliz Al Kaida hat sich zu dem Angriff bekannt.

Jeder zweite Euro, den die Europäische Union über ihre Auslandsdelegationen für Entwicklungshilfe oder andere Unterstützungsprojekte ausgibt, verfehlt seinen Zweck. Zu diesem Ergebnis komme ein Bericht für den Haushaltskontrollausschuss des EU-Parlaments, schreibt der Spiegel. Danach gab es im Jahr 2014 bei über 900 Projekten massive Probleme, vor allem in Ländern wie Marokko, Syrien oder dem Libanon, in denen die EU-Programme dazu beitragen könnten, den Flüchtlingsstrom nach Europa einzudämmen. Am Donnerstag soll die EU Außenbeauftragte Mogherini dazu vor dem EU-Haushaltsausschuss Stellung nehmen.

Venezuelas Präsident Maduro hat den wirtschaftlichen Notstand ausgerufen. Er hat nun 60 Tage Zeit, Schritte einzuleiten, um die Konjunktur zu stützen. 95 Prozent der Staatseinnahmen stammen aus dem Öl-Verkauf. Der Einbruch des Ölpreises trifft den Staat also besonders stark. Gleichzeitig sind Waren des täglichen Bedarfs bereits knapp und die Inflationsrate extrem hoch. Auch Saudi Arabien und Russland leiden unter dem schwachen Ölpreis. In Russland warnen Experten bereits vor einem Staatsbankrott.

Die zehn deutschen Toten des Anschlags von Istanbul werden heute in Berlin ankommen. Das Auswärtige Amt teilte mit, dass die Maschine mit den Leichen am späten Nachmittag auf dem Flughafen Tegel erwartet werden. Die Toten werden dann in Deutschland untersucht. Bei der Terror-Attacke am Dienstag waren weiterhin sieben Deutsche verletzt worden. Der Attentäter hatte sich in einer Reisegruppe in die Luft gesprengt. Vermutet wird eine Verbindung zur Terrormiliz IS.

Der Deutschen Bank droht eine erneute Sammelklage in den USA. Wie der Spiegel schreibt, wird der Bank vorgeworfen, in seine elektronische Handelsplattform eine Schummelsoftware eingebaut zu haben, um sich selbst zu Lasten ihrer Kunden zu bereichern. Eine US-Kanzlei hat deshalb kurz vor Weihnachten bei einem New Yorker Gericht eine Sammelklage eingereicht. Die Deutsche Bank soll beantragt haben, die Klage zurückzuweisen.

Die US-Gesundheits-Behörde warnt Schwangere davor, nach Südamerika oder in die Karibik zu reisen. Grund ist das so genannte Zika-Virus, das durch Mücken übertragen wird. Der Erreger kann auf das ungeborene Baby übertragen werden und das Hirn schädigen oder sogar den Tod verursachen. Gegen das Virus gibt es keinen Impfstoff und auch kein Medikament zur Behandlung. Nachgewiesen wurde das Zika-Virus in 13 Ländern Südamerikas sowie auf der Karibik-Insel Martinique.

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