16. Januar 2016 - Nachrichten am Abend

In Taiwan ist erstmals eine Frau an die Spitze des Staates gewählt worden. Tsai Ing-wen von der oppositionellen Demokratischen Fortschrittspartei setzte sich bei der Präsidentschaftswahl klar gegen den Kandidaten der Regierungspartei Kuomintang durch. Laut vorläufigen Ergebnissen holte sie rund 60 Prozent der Stimmen und fuhr damit das beste Ergebnis bei einer Präsidentschaftswahl in der Geschichte Taiwans ein. Der Kandidat der Regierungspartei erreichte nur rund 30 Prozent.

Im Norden des westafrikanischen Staates Burkina Faso sind zwei Österreicher entführt worden. Das Ehepaar wurde von unbekannten Tätern an der Grenze zu Mali verschleppt. Der Arzt und seine Frau waren dort freiwillig im Einsatz, um der Bevölkerung zu helfen. Unterdessen haben Sicherheitskräfte in dem westafrikanischen Staat zwei Geiselnahmen beendet. Angreifer des Terrornetzwerks AL Kaida hatten zwei Hotels gestürmt. Mindestens 20 Menschen wurden getötet, fast 130 konnten in Sicherheit gebracht werden.

Auch das deutsche Bundeskrimimalamt geht nach dem Anschlag in Istanbul davon aus, dass die Terrormiliz IS dahinter steckt. Wie BKA-Präsident Münch der Bild am Sonntag sagte, gäbe es zwar kein Bekennerschreiben, Hinweise auf einen IS-Bezug des Attentäters lägen aber vor. Eine Verbindung des Täters nach Deutschland und einen gezielten Anschlag auf Deutsche sieht das BKA unterdessen nicht. Ein Selbstmordattentäter hatte am Dienstag in Istanbul zehn Menschen mit in den Tod gerissen. Alle waren deutsche Bundesbürger. Die Türkei hatte bereits kurz darauf den IS für die Attacke verantwortlich gemacht.

Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel glaubt nicht an einen schnellen Beitritt der Türkei zur EU. Das hat sie in ihrem wöchentlichen Video-Podcast gesagt. Die Kanzlerin betonte, gute Beziehungen zwischen der EU und der Türkei seien in der gegenwärtigen weltpolitischen Lage von allergrößter Bedeutung.

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