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14. Mai 2021 - Nachrichten am Morgen

Gewalt gegen Kinder ist in Namibia weit verbreitet. Dies geht aus einer dementsprechenden Erhebung im Jahr 2019 hervor, die nun vom zuständigen Wohlfahrtsministerium veröffentlicht wurde. Demnach haben fast 40 Prozent der Mädchen und 45 Prozent der Jungen mindestens einmal in ihrer Kindheit Gewalt erfahren. Am häufigsten trete dabei emotionale Gewalt durch Gleichaltrige auf, insbesondere durch Mobbing.  Jedes Achte der betroffenen Mädchen habe sexuelle Belästigung in der Kindheit erfahren. Diese komme besonders häufig innerhalb der engsten Familie oder dem Freundeskreis vor. – Namibia ist laut dem African Child Policy Forum einer der führenden Staaten weltweit, wenn es um den Kampf gegen Kindergewalt geht.

Die Corona-Fallzahlen im Land geben Anlass zur Sorge. Laut dem Gesundheitsministerium verharren diese auf hohem Niveau mit etwa 200 Fällen pro Tag, jedoch mit steigender Tendenz. Zudem ist die Schwelle von 200 hospitalisierten Personen überschritten worden. Mit 60 befinden sich so viele wie nie zuvor mit einer COVID19-Erkrankung auf der Intensivstation. Die aktuelle Entwicklung gehe einher mit der Fallzunahme in Südafrika und anderen Staaten des südlichen Afrika.

In Windhoek gibt es kaum noch Intensivbetten für COVID19-Patienten. Dies gestand Gesundheitsminister Kalumbi Shangula laut dem Namibian ein. Ein örtlicher Mangel aus Sauerstoff sollte in Kürze durch den Ausbau der Sauerstoffproduktionsanlage behoben sein. Landesweit gäbe es knapp 170 Intensivbetten, wobei sich nur 35 in Privatkrankenhäusern befinden und diese insgesamt nicht nur für Corona-Patienten seien. Es gäbe mittlerweile mehr als 135 Beatmungsgeräte. Einzige Lösung ist laut Shangula, dass die Menschen wieder vorsichtiger werden, Masken korrekt tragen und sich impfen lassen.

Namibias Exportwirtschaft bleibt stark. Im März sind 6,3 Prozent mehr Waren exportiert worden als im Vorjahresmonat, wie aus dem aktuellen „Namibia Trade Statistics Bulletin“ hervorgeht. Der Wert der exportierten Waren betrug 6,5 Milliarden Namibia Dollar. Demgegenüber standen Importe von 9,2 Milliarden Namibia Dollar, etwa drei Prozent mehr als im Februar 2021. Das Außenhandelsdefizit konnte somit deutlich gesenkt werden. Größte Handelspartner im März waren nach Volumen China, Südafrika, Botswana, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kanada.

Ein Ende des Streiks bei der öffentlich-rechtlichen NBC ist nicht in Sicht. Laut Nampa forderten die Streikenden nun die Nationalversammlung auf dem Budget der NBC für das neue Finanzjahr nicht zuzustimmen. Es handele sich um einen unabdingbaren Dienst, der nicht von Geldern in die Schranken gewiesen werden solle, heißt es. Die Arbeiter sind seit drei Wochen im Ausstand und haben das gesamte Angebot der NBC zum Erliegen gebracht. Sie fordern mehr Geld, vor dem Hintergrund, dass aufgrund des stark geschrumpften Budgets eher Kürzungen und Entlassungen nötig wären.

In Simbabwe sorgt die Verlängerung der Amtszeit des obersten Richters im Land für Unmut. Laut News24 hat nur eine Verfassungsänderung es möglich gemacht, das Richter Luke Malaba über das Rentenalter hinaus weiterhin seinen Posten behalten darf. Anwälte und die Opposition hingegen bezeichnen das Vorgehen von Staatspräsident Emmerson Mnangagwa als falsch. Die Verlängerung der Amtszeit und die wahllose Ernennung von wichtigen Richtern durch den Präsidenten, ohne ordentliches Auswahlverfahren, würden die Unabhängigkeit der Justiz untergraben. Die Anhebung des Pensionsalters sei eine Lücke in der Verfassung gewesen.

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