28. Mai 2016 - Nachrichten am Abend

Der mexikanische Drogenboss El Chapo hat Widerspruch gegen seine Auslieferung an die USA eingelegt. Er soll dort wegen Mordes, Entführung, Drogenhandel und Geldwäsche vor Gericht gestellt werden. Das mexikanische Außenministerium hatte vor einer Woche mitgeteilt, dem Auslieferungsersuchen der USA stattgegeben zu haben. Voraussetzung war, "dass im Falle einer Verurteilung nicht die Todesstrafe verhängt wird". El Chapo hatte im vergangenen Juli mit einem spektakulären Ausbruch für Schlagzeilen gesorgt.

In Brasilien sorgt ein brutales Verbrechen für Entsetzen: Nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer 16-jährigen hat es in mehreren Städten Proteste gegeben. Die politische Führung und Frauenrechtsorganisationen verurteilten das Verbrechen als barbarisch. Im Internet waren Handyaufnahmen von der Tat aufgetaucht - anscheinend haben sich mehr als dreißig Männer an der Teenagerin vergangen. Die Polizei ermittelt, und hat bereits vier Verdächtige festgenommen.

Bei einer Wahlkampfveranstaltung von Donald Trump hat es erneut Proteste gegeben. Im kalifornischen San Diego gerieten Anhänger und Gegner des umstrittenen US-Präsidentschaftsbewerbers aneinander. Einige warfen Steine und Flaschen. Zwölf Menschen wurden festgenommen. Trump steht als Kandidat der Republikaner unter anderem wegen seiner scharfen Rhetorik gegen Mexikaner, Frauen und Muslime hochgradig in der Kritik.

Deutschland und Frankreich erinnern morgen gemeinsam an die Schlacht von Verdun vor einhundert Jahren. Frankreichs Präsident Hollande hat Kanzlerin Merkel dazu nach Frankreich eingeladen - für Merkel Ausdruck des großen Vertrauens zwischen den beiden Ländern. In der Schlacht wurden damals mehr als 300.000 Soldaten beider Länder getötet.

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