29. Mai 2016 - Nachrichten am Abend

100 Jahre nach der Schlacht von Verdun haben Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Staatschef Hollande der Kriegstoten gedacht. Außerdem würdigten sie die deutsch-französische Versöhnung. Laut Merkel stehe Verdun für die unfassbare Grausamkeit und Sinnlosigkeit des Krieges - wie auch für die Lehren daraus. Hollande sagte, dass der Ort für das Schlimmste aber auch das Beste in der Geschichte Europas stehe. Die Stadt betreibe eine wahre Friedensmission. Mehr als 300.000 Soldaten wurden bei der Schlacht im Jahr 1916 getötet.

In der Ukraine sind 17 Menschen bei einem Brand in einem Altenheim ums Leben gekommen. 18 konnten gerettet werden, müssen aber zum Teil im Krankenhaus behandelt werden. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen. Experten vermuten, dass ein explodierter Fernseher das Feuer ausgelöst hat. Das Heim war illegal in einem zweistöckigen Privatgebäude eingerichtet worden. Die Polizei nahm den mutmaßlichen Betreiber fest.

Wegen der Krise in Venezuela streicht die Lufthansa vorerst ihre Flüge von Frankfurt am Main nach Caracas. Wie ein Sprecher erklärte, werden die drei Mal pro Woche angebotene Verbindung vorübergehend ausgesetzt. Grund sei die schwierige wirtschaftliche Lage in dem südamerikanischen Land. Staatschef Maduro hatte Mitte des Monats den seit Beginn des Jahres geltenden Wirtschaftsausnahmezustand verlängert. Die Inflationsrate ist dreistellig, die Konjunktur auf Talfahrt und immer mehr Verbrauchsgüter und sogar Strom sind knapp.

Kommende Woche wird in den Alpen der längste Bahntunnel der Welt eröffnet. Der Gotthard-Basistunnel ist 57 Kilometer lang. 17 Jahre lang wurde daran gebaut. Gut 28 Millionen Kubikmeter Gestein mussten dafür aus den Bergen gebrochen werden. 2.400 Arbeiter waren im Einsatz. Rund 11 Milliarden Euro flossen in das Projekt. Er soll die Fahrzeiten zwischen Nord- und Südeuropa erheblich verkürzen. Die Feierliche Eröffnung findet am Mittwoch statt. Unter anderem nehmen Bundeskanzlerinnen Merkel, Frankreichs Präsident Hollande und Italiens Ministerpräsident Renzi an der Jungfernfahrt teil.

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