30. Mai 2016 - Nachrichten am Morgen

Anstatt für das Parlament Namibias ein neues Gebäude zu errichten, sollte der bisherige Bau erweitert werden. Das habe der Chef der führenden Oppositionspartei DTA of Namibia, McHenry, vorgeschlagen, meldet die Presseagentur Nampa. Schulkinder, die aufgrund fehlender Mittel für Schülerheime auf dem Boden schlafen müssten, seien ein dringenderes Problem als mangelnder Platz für Abgeordnete. Die Regierung plant einen Neubau, der 400 Büros und ein Wellness Centre umfassen und 2,4 Milliarden Namibia Dollar kosten soll. Die Initiative Affirmative Repositioning (AR) hat für den 16. Juni zu einem Massenprotest im Parlamentsgarten aufgerufen.

Der staatliche Konzern NamWater kann Windhoek im Falle einer weiteren Regenzeit ohne Zulauf in den Stauseen ab dem kommenden Jahr nicht ausreichend mit Wasser versorgen. Das berichtet die Allgemeine Zeitung unter Berufung auf den zuständigen Abteilungsleiter von NamWater, Koos Theron. Der Bedarf könne weder durch das zusätzlich gepumpte Wasser aus den Otavi-Bergen gedeckt werden noch durch die Aufbereitungsanlage oder durch das Grundwasser aus den neu geschlagenen Bohrlöchern am Südrand der Stadt. Selbst der angedachte Bau einer Entsalzungsanlage an der Küste und einer Rohrleitung ins Landeszentrum wird sich laut AZ über Jahre hinziehen. Experten fordern daher, den Verbrauch um 30 Prozent zu drosseln.

Die Regierung Namibias setzt ihre Verhandlungen mit dem Uran-Konzern Areva über den Kauf der Entsalzungsanlage nördlich von Swakopmund fort. Ziel sei, die Versorgung der Orte und Industrien an der Küste langfristig sicherzustellen, teilte das Informationsministerium laut Presseagentur Nampa mit. Anfang Mai hatte der Stadtrat von Swakopmund die Anhebung der Wasserpreise durch den staatlichen Konzern NamWater aufgrund des deutlich teureren Wassers aus der Entsalzungsanlage zurückgewiesen. Zudem wurde die Errichtung einer eigenen Anlage gefordert.

Die Stadt Windhoek hat den Vorort Katutura bei der Erschließung von Wohn-Grundstücken stark vernachlässigt. In den vergangenen zehn Jahren seien unter den insgesamt rund 2.800 erschlossenen Grundstücken nur 63 in Katutura gewesen, berichtet der Namibian unter Berufung auf eine Statistik der Stadt. Das bestätige den Eindruck, dass Viertel mit teurem Bauland bevorzugt wurden. Laut Namibian stellen Bewohner wilder Siedlungen in Katutura rund die Hälfte der in Windhoek registrierten Wähler.

Bei Kämpfen zwischen regierungstreuen Truppen und schiitischen Huthi-Rebellen sind im Süden des Jemen am Sonntag mehr als 40 Menschen getötet worden. Insgesamt seien 28 Rebellen und 20 regierungstreue Soldaten umgekommen, heißt es vom jemenitischen Militär. Trotz einer im Jemen geltenden Waffenruhe kämpfen die Rebellen und Regierungstruppen um das letzte noch von den Huthi kontrollierte Gebiet in der Provinz Schabwa. In dem Konflikt wurden nach UN-Angaben bereits mehr als 6400 Menschen getötet.

Bei den Friedensverhandlungen für Syrien gibt es einen weiteren Rückschlag. Der Chefunterhändler der syrischen Opposition, Allusch, hat seinen Rücktritt erklärt. Die Gespräche in Genf seien ohne Erfolg gewesen. Allusch wirft Machthaber Assad Starrköpfigkeit vor und macht ihn für andauernde Bombardierungen der syrischen Bevölkerung verantwortlich. Die geltende Feuerpause in Syrien wird nur noch bedingt eingehalten.

In Süddeutschland sind bei schweren Unwettern offenbar mindestens 3 Menschen ums Leben gekommen. Unter anderem hat ein Feuerwehrmann in Schwäbisch Gmünd seinen Einsatz mit dem Leben bezahlt. Die komplette Bilanz der Gewitterstürme ist noch unklar - bis in den Morgen waren die Rettungskräfte, vor allem in Baden-Württemberg, im Großeinsatz. In einigen Orten hatte es innerhalb einer Stunde so viel geregnet, wie sonst in einem ganzen Monat.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.