30. Mai 2016 - Nachrichten am Abend

Internationale Finanzexperten rechnen mit einem weiteren Wertverlust des Südafrikanischen Rand und damit auch des Namibia Dollars. Hintergrund ist die für kommende Woche erwartete Herabstufung Südafrikas durch internationale Ratingagenturen. Von Standard & Poor‘s erwarten die Experten, dass Südafrikas Kreditwürdigkeit den Status „Junk“ erhält. Damit würden Kredite für das Land auf internationalen Ebene erheblich teurer werden. Ein Wechselkurs von 1 zu 20 zum Euro erscheint deshalb kurzfristig möglich.

Der frühere Diktator des Tschad, Habré, ist wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gesprochen worden. Ein Sondertribunal der Afrikanischen Union verurteilte den 73-Jährigen zu lebenslanger Haft. Die Richter stützen sich u.a. auf Zeugenaussagen und Unterlagen der damaligen Geheimpolizei. Während Habrés Herrschaft zwischen 1982 und 1990 gab es mehr als 1200 Todesfälle und über 12 Opfer von Folter. Habré war im Tschad zum Tode verurteilt worden, hatte sich dann aber in den Senegal abgesetzt.

Die irakische Armee setzt ihre Offensive zur Rückeroberung der IS-Hochburg Falludscha fort. Anti-Terror-Eliteeinheiten drangen von mehreren Seiten in die Stadt ein. Unterstützung bekommen sie von der internationalen Militärkoalition aus der Luft. Seit einer Woche läuft der Versuch, die IS-Terrormiliz aus Falludscha zu vertreiben. In der nahegelegenen Haupstadt Bagdad kamen bei Sprengstoffanschlägen mindestens 20 Menschen ums Leben. Die Attacken ereignete sich überwiegen in schiitischen Stadtteilen.

Empfängnisverhütung und Familienplanung kommen nach den Worten des türkischen Präsidenten Erdogan für keine muslimische Familie in Frage. Eine solche Geisteshaltung laufe der islamischen Tradition zuwider, sagte Erdogan auf einer Veranstaltung einer Jugend- und Bildungsstiftung in Istanbul. Vielmehr wolle man die Zahl der Nachfahren erhöhen, damit die Bevölkerung größer wird. Der türkische Staatschef setzt sich für ein restriktives Abtreibungsrecht und gegen den Gebrauch der 'Pille danach' ein.

Zahlreiche Schülerheime, deren Bau im Rahmen des Namibisch-Deutschen Sendeprogramme NGSIP begonnen wurde, sollen nun fertiggestellt werden. Nach einem, teilweise dreijährigen Stillstand wurden nun neue Verträge mit Bauunternehmen unterzeichnet. Die Schülerheime entstehen vor allem in den Regionen Omaheke und Otjozondjupa, darunter in Gam und Donkerbos. Das Sonderprogramm fördert besonders die ländlichen Gebiete in Namibia. Neben der Bildung nimmt auch die Wasserversorgung einen wichtigen Teil des finanziellen Engagements ein.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.