31. Mai 2016 - Nachrichten am Morgen

Der Startschuss für die erste staatliche Essensausgabe für bedürftige Einwohner in Windhoek verzögert sich weiter. Laut Namibian stoppte Präsident Hage Geingob die Vergabe eines Auftrags zum Bau des Zentrums im Volumen von 130 Millionen Namibia Dollar. Er sei enttäuscht von den maßlos hohen Kosten. Der Minister für Armutsbekämpfung, Zephania Kameeta, wurde angewiesen, günstigere Lösungen zu finden. Bei dem Zentrum handelt sich um ein Lager mit Räumlichkeiten zur Essensausgabe. Kameeta hatte im Februar angekündigt, es werde noch vor Ende März eröffnet. Die Regierung hat 50 Millionen Namibia Dollar für die Errichtung so genannter Food Banks im ganzen Land bereitgestellt.

Der Regierung Namibias droht wegen der Eintreibung der Bodensteuer eine weitere Klage. Wie die Allgemeine Zeitung berichtet, kündigte der Farmbetrieb Kambazembi Guest Farm einen Eilantrag an. Er richtet sich gegen einen Steuerbescheid des Ministeriums für Landfragen vom April, in dem die Zahlung der Abgabe vor dem 29. Juli gefordert und mit 20.000 Namibia Dollar Geldbuße oder fünf Jahren Haft gedroht werde. Dies sei rechtswidrig, weil das Gerichtsverfahren gegen die Methodik zur Berechnung der Bodensteuer noch laufe. Demnach sind Kambazembi Guest Farm und alle Landeigentümer bis zur Fällung eines Urteils von der Zahlung der Steuer befreit. Im September 2013 war das Verfahren zur Erhebung der Bodensteuer für null und nichtig erklärt worden.

Bei einem Brand in einem Munitionsdepot der Armee in Zentralindien sind mindestens 17 Menschen getötet worden. Zudem habe es zahlreiche Verletzte gegeben, berichten örtliche Medien. Demnach war es in dem Depot aus noch ungeklärter Ursache zu einer Explosion gekommen. Umliegende Ortschaften wurden evakuiert, hieß es.

Nach der Gruppenvergewaltigung einer 16-Jährigen hat die brasilianische Polizei zwei Verdächtige festgenommen. Nach Angaben der Polizei von Rio handelt es sich dabei um den 20-jährigen Freund des Opfers und einen 22-Jährigen, der zugegeben hatte den Vorfall gefilmt und das Video ins Internet gestellt zu haben. Er hatte sich selbst gestellt. Nach vier weiteren Tatverdächtigen wird noch gefahndet.

In Nordkorea ist offenbar erneut ein Raketentest gescheitert. Laut südkoreanischem Verteidigungsministerium soll sich um eine Mittelstreckenrakete handeln - letzten Monat waren bereits drei Tests mit diesem Typ fehlgeschlagen. Nordkorea hatte Anfang des Jahres einen Atomwaffentest bekannt gegeben und immer wieder Raketentests durchgeführt, die allesamt gegen UN-Resolutionen verstießen.

Die brasilianische Übergangsregierung hat innerhalb von nur einer Woche den zweiten Minister wegen der Petrobras-Korruptionsaffäre verloren. Der für Korruptionsbekämpfung zuständige Minister trat gestern nach der Veröffentlichung eines Telefonats zurück, in dem er beschuldigten Politikern Tipps gibt, wie sie Ermittlungen entgehen könnten. Vor einer Woche war bereits der Planungsminister des südamerikanischen Landes wegen ähnlicher Vorwürfe zurückgetreten.

Der französische Uran-Konzern Areva will mit dem Verkauf seiner Entsalzungsanlage nördlich von Swakopmund keinen Reibach machen. Das habe der für Namibia zuständige Manager Hilifa Mbako gestern während einer Besichtigung der Anlage für die Medien erklärt, meldet die Presseagentur Nampa. Man wolle lediglich die Kosten zurückerhalten. Laut Mbako hat Areva der Regierung einen Preis von drei Milliarden Namibia Dollar genannt und wartet auf ein Gegenangebot. - Das Informationsministerium hatte gestern weitere Verhandlungen mit Areva angekündigt, das seinen Uranabbau auf Eis gelegt hat. Die Entsalzungsanlage kann bis zu 45 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr liefern und soll die Wasserversorgung an der Küste sicherstellen.

Studenten der Technischen Universität Namibias NUST sind zur Prüfung zugelassen, auch wenn sie Gebühren schuldig sind. Das habe Rektor Tjama Tjivikua mitgeteilt, berichtet der Namibian. Damit rückte er von der Entscheidung ab, Studenten mit Schulden von über 1.430 Namibia Dollar nicht zuzulassen. Vergangene Woche hatte der Studenten-Rat SRC angedroht, die Examen mit Protestaktionen zu stören. - Die Ministerin für Hochschulwesen, Itah Kandjii-Murangi hatte im Januar noch angeordnet, dass Studenten ihre Gebühren zahlen müssen, um zur Prüfung am Ende des Semesters zugelassen zu werden.

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