5. August 2015 - Nachrichten am Morgen

An der Wilderei von Nashörnern und Elefanten im Norden Namibias sind auch Polizisten und andere Regierungsangestellte beteiligt gewesen. Das habe das Informationsministerium bestätigt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Man habe einige Syndikate aufgedeckt, die aus Mitgliedern im In- und Ausland bestanden, sagte Minister Tjekero Tweya, und verwies auf 41 verhaftete Männer, von denen 24 vergangene Woche vor Gericht erschienen waren. Unter den neun Angeklagten, die freigelassen wurden, seien zwei mutmaßliche führende Mitglieder eines Wilderer-Syndikates.

Die Regierung Namibias wird für die Vorbereitung von Land zur Erschließung von Grundstücken durch Freiwillige nichts zahlen. Das habe Informationsminister Tjekero Tweya klargestellt, meldet die Presseagentur Nampa. Auch gebe es die Grundstücke nicht umsonst. Die Bewegung Affirmative Repositioning (AR) zog indessen gestern eine erste Bilanz der Freiwilligen-Aktion im Windhoeker Stadtviertel Goreangab. Dort hätten junge Namibier innerhalb von drei Tagen 80 Hektar Land von Busch und Bäumen befreit. Regierung und AR hatten vereinbart, dass landesweit 200.000 Grundstücke bereitgestellt werden.

Im Norden Kameruns sind beim Überfall auf ein Dorf acht Bewohner getötet und über 100 entführt worden. Behörden zufolge kamen die Täter aus dem benachbarten Nigeria und zogen sich auch dorthin wieder zurück. Als verantwortlich gilt die Rebellengruppe Boko Haram, die für einen Gottesstaat im Norden Nigerias kämpft. Indessen wies Kamerun im Zuge des Kampfes gegen die Islamisten rund 3.000 Nigerianer aus.

Der deutsche Justizminister Maas hat Generalbundesanwalt Range entlassen. Sein Vertrauen in Range sei nachhaltig gestört, sagte Maas am Abend. Hintergrund sind die umstrittenen Ermittlungen gegen Redakteure des Internet-Blogs Netzpolitik.org wegen Landesverrats. Range hatte Maas vorgeworfen, auf die Ermittlungen Einfluss zu nehmen und die Unabhängigkeit der Justiz zu verletzen. Als Nachfolger ist der Münchner Generalstaatsanwalt Frank vorgesehen.

Die Europäische Union steht Frankreich und Großbritannien in der Flüchtlingskrise am Eurotunnel zur Seite. So könne etwa die Grenzschutz-Agentur Frontex bei der Registrierung der Menschen helfen, teilte die EU-Kommission mit. Auch seien aus dem EU-Fonds für Asyl, Migration und Integration 20 Millionen Euro an Frankreich und 27 Millionen an Großbritannien gezahlt worden. Tausende Flüchtlinge versuchen seit Wochen, von Calais aus durch den Eurotunnel nach Großbritannien zu gelangen. 

In Israel haben Behörden erstmals die sogenannte Verwaltungshaft gegen einen radikalen jüdischen Siedler verhängt. Damit kann er auch ohne Anklage praktisch uneingeschränkt festgehalten werden. Bislang wurde diese Maßnahme vor allem gegen Palästinenser angewendet. Der Mann war am Dienstag verhaftet worden, weil er an den jüngsten Gewalt- und Terrorakten beteiligt gewesen sein soll. Bei einem Brandanschlag auf ein Haus von Palästinensern im Westjordanland war ein Kleinkind gestorben.

Im US-Bundesstaat Texas ist nach dem Tod einer Schwarzen in Polizeihaft von den Angehörigen eine Klage eingereicht worden. Die junge Frau sei zu Unrecht verhaftet worden, hieß es. Auch hätten die Wärter nicht reagiert, als sie nicht mehr aß und Weinkrämpfe bekam. Ein Polizist hatte die Frau im Auto gestoppt, weil sie beim Spurwechsel nicht geblinkt hatte, und nach einem Streit verhaftet. Drei Tage später starb sie in ihrer Zelle. Die Familie zweifelt den Befund des Selbstmordes an.

Der ehemalige Geschäftsführer von Shell Namibia Allan Walkden-Davis ist tot. Laut Allgemeiner Zeitung starb er am Montag im Alter von 71 Jahren in Windhoek. Walkden-Davis, geboren in Witbank in Südafrika, war jahrelang auch Präsident der Windhoek Show Society. Im Ruhestand gründete er auf Farm Neuras im südöstlichen Zentrum Namibias eine erfolgreiche Winzerei. Die Trauerfeier findet laut AZ am Samstagnachmittag in der NG-Moedergemeente in Windhoek statt.

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