6. August 2015 - Nachrichten am Mittag

Die Erweiterung des Suez-Kanals ist in vollem Gange. Heute wird die zweite Fahrrinne eröffnet. Dies ermöglicht Schiffen, den Kanal gleichzeitig in zwei statt wie bisher nur in eine Richtung zu durchqueren. Ein Grund zum Feiern für die ägyptische Regierung, denn diese Eröffnung soll das Jahrhundertereignis der neuen Machthaber werden. Der Suez-Kanal verbindet das Mittelmeer mit dem Roten Meer und verkürzt den Weg zwischen Asien und Europa erheblich. Die Regierung erhofft sich durch die Ausweitung des Suez-Kanals eine Verdoppelung der Einnahmen auf bis zu 13 Millionen Dollar im Jahr. Experten bezweifeln jedoch, dass diese Rechnung aufgeht.

Der Gouverneur der Region Oshana Clemens Kashuupulwa bezeichnet die anhaltende Dürre in Namibia als eine herausfordernde Aufgabe, die das ganze Land betrifft. Dies berichtet die Presseagentur NAMPA. Vor Vertretern der Namibia National Farmers Union fügte er an, dass Namibia hart getroffen und die Lebensgrundlage vieler Farmer insbesondere im Norden des Landes bedroht sei. Zur Überbrückung der Dürreperiode schlug er den Viehbesitzern einen zeitlich begrenzten Verkauf von Tieren vor. Besorgt zeigte sich Kashuupulwa auch über den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche. Allerdings betonte er, dass durch die Impfmaßnahmen der Regierung große Fortschritte erzielt werden konnten. Zu der gleichen Feststellung kam auch Dr. Kenneth Shoombe vom namibischen Landwirtschaftsministerium, der darauf verwies, dass seit sechs Monaten kein neuer Fall aufgetreten sei.

Oshakati benötigt Millionen zum Kauf und der Bereitstellung von Land. Das bestätigte Oshakatis Bürgermeister Onesmus Shilunga gegenüber NAMPA bei einem Treffen mit Finanzminister Calle Schlettwein am Mittwoch. Demnach belaufen sich die Kosten für den Ankauf und die Erschließung von Grundstücken in Oshakati auf ca. 46,5 Millionen Namibia Dollar. Mit dem Geld müssen 87 Landeigentümer in verschiedenen Regionen ausbezahlt werden, so Shilunga. Oshakati, Windhoek und Walvis Bay sind die drei Städte, in denen im Zuge der Landreform nach der Einigung zwischen Regierung und der Affirmative Repositioning Bewegung rund 200.000 Grundstücke für landlose Namibier zur Verfügung gestellt werden müssen.

Der Gemeinderat von Witvlei wirbt für die Niederlassung von Industriebetrieben, um gegen die steigende Arbeitslosigkeit vorzugehen. Seit der Schließung von Witvlei Meat im Februar habe sich die Situation noch einmal verschärft. Besonders junge Einwohner sind von der Arbeitslosigkeit betroffen. Im Interview mit der Agentur NAMPA bestätigte der Gemeindevertreter Chris Murangi, dass das Interesse von verschiedenen Firmen geweckt werden konnte. So nehme am 1. September eine Textilfabrik ihren Betrieb auf, wodurch rund 120 Arbeitsplätze entstünden. Zudem gehe man davon aus, dass in absehbarer Zeit verschiedene landwirtschaftliche Betriebe ihre Arbeit aufnehmen werden.

Gestern Nachmittag kam es in Brakwater nördlich von Windoek zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem zwei Fahrzeuge völlig ausbrannten. Die brennenden Autos wurden dank der Feuerwehr schnell gelöscht und die 22 Verletzten durch Rettungsdienste versorgt und in das Katatura Staatskrankenhaus gebracht. Wie es zu dem Unfall kam, ist noch nicht bekannt.

Chinas Regierung will laut FAZ bei den „wichtigsten“ Webseitenanbietern und Internetkonzernen des Landes „Online-Polizeiwachen“ einrichten. Das Ministerium für öffentliche Sicherheit teilte dies am Dienstagabend auf seiner Webseite mit. Laut Vizeminister Chen Zhimin werde die Polizei „Auftreten und Einbindung“ im Internet „erhöhen“ und die Webseitenbetreiber „anleiten“. So sollen verstärkt „illegale Aktivitäten“ im Netz unterbunden werden. Die Proteste des Arabischen Frühlings, deren Organisation teilweise über soziale Medien erfolgt war, hat die regierende Kommunistische Partei aufgeschreckt. Präsident Xi Jinping betonte in zahlreichen Reden immer wieder die Notwendigkeit der Kontrolle über das Internet und sitzt einer Regierungskommission vor, die über die Regulierung des Netzes in China entscheidet.

Gestern ist ein überladenes Fischerboot mit über 600 Menschen an Bord vor der lybischen Küste gekentert. Der Unfall ereignete sich, als sich ihnen ein Rettungsboot näherte. Man geht davon aus, dass das Boot aufgrund vieler gleichzeitig aufstehender Flüchtlinge umgekippt sei. Nach Angaben der italienischen Küstenwache wurden bereits 400 Menschen in Sicherheit gebracht und 26 Tote geborgen. Die Suche nach weiteren Überlebenden wird fortgesetzt. Das Boot hatte am Morgen einen Hilferuf abgesetzt, der im sizilianischen Catania entgegengenommen wurde. Man reagierte sofort mit zwei patrouillierende Rettungsschiffen. Weitere Schiffe kamen später hinzu.

Es könnte sich um das schlimmste Flüchtlingsunglück im Mittelmeer seit dem Tod von etwa 800 Menschen vor der Küste Libyens Mitte April handeln. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) hatte am Dienstag in Genf mitgeteilt, dass seit Jahresbeginn bereits mehr als 2000 Menschen bei der Flucht über das Mittelmeer ums Leben kamen. Insgesamt unternahmen demnach seit Januar rund 188.000 Menschen die gefährliche Reise über das Mittelmeer nach Europa. Die meisten Flüchtlinge kamen in Griechenland und in Italien an.

Es gibt kaum noch Zweifel daran, dass das vergangene Woche auf La Réunion gefundene Wrackteil zu Flug MH370 gehört. Die australischen Behörden sind nun zuversichtlich, das Flugzeug zu finden, das seit 17 Monaten vermisst wird. Es verschwand am 8. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking spurlos. An Bord waren 239 Menschen. Nach der vermutlichen Identifizierung des im Indischen Ozean angeschwemmten Flugzeug-Wrackteils rechnet die zuständige australische Behörde mit dem Fund der vermissten Boeing 777 der Malaysia-Airlines. Australien leitet die Suche in einem riesigen Meeresgebiet. Der Chef der australischen Flusicherheitsbehörde ist zuversichtlich, was den Fund der Maschine angeht. Er sagt jedoch, dass es noch zu früh sei zu sagen, was damals passiert sei. Bisher wird auf einer Fläche von rund 50.000 Quadratkilometern gesucht. Die Suche soll jedoch auf bis zu 120.000 Quadratkilometer ausgeweitet werden.

70 Jahre liegt es nun zurück. Im August 1945 verwüsteten Atombomben Hiroshima und Nagasaki. Die Bilder sind zum Symbol für den nuklearen Schrecken geworden. Damals starben mehr als 250.000 Menschen durch die Bomben der US-Luftwaffe. Eine Katastrophe, die die Überlebenden bis heute prägt. Drei Tage später, am 9. August 1945, explodierte über Nagasaki die zweite Atombombe der Kriegsgeschichte. Diese war jedoch nicht mit Uran sondern Plutonium gefüllt. "Fat Man" hatte eine wesentlich höhere Sprengkraft und tötete bis 1949 geschätzt 150.000 Menschen.

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