8. August 2015 - Nachrichten am Morgen

In Thailand wurde eine Rekordstrafe wegen Majestätsbeleidigung verhängt. Ein Militärgericht in Bangkok verurteilte einen Mann zu 30 Jahren Haft. Er hatte in einem sozialen Netzwerk mehrfach negativ über den König geschrieben. Zunächst sollte er 60 Jahre ins Gefängnis, das Gericht habe die Strafe nach einem Schuldeingeständnis jedoch halbiert. Sein Anwalt hat Berufung angekündigt. Der vom Großteil der Thailänder verehrte König Bhumibol ist das am längsten amtierende Staatsoberhaupt der Welt. Der 87-jährige ist seit 69 Jahren an der Macht.

Im Fall der beiden Farmermorde in den vergangenen Wochen gibt es noch keine Festnahmen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Nampa unter Berufung auf die namibische Polizei Nampol. Eine Spezialeinheit der Polizei würde ununterbrochen an der Aufklärung der Verbrechen arbeiten. Am 21. Juli war der 52-jährige Farmer Pieter Jacob bei Grootfontein getötet worden. Nur drei Tage später überfielen Unbekannte den 76-jährigen Gerald Leitner auf seiner Farm nahe Hochfeld. Die Namibische Landwirtschaftsunion und die Oppositionspartei DTA of Namibia riefen die Regierung auf, für die Sicherheit von Farmern zu sorgen.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat eine Chemiewaffen-Resolution verabschiedet. Nach der Zustimmung der 15 Mitglieder sei es nun erstmals erlaubt, die Täter eines Chemiewaffenangriffs ausfindig zu machen. Dadurch wird eine Bestrafung ermöglicht. Bisher durfte die UNO den Einsatz von Chemiewaffen in einem Konflikt lediglich feststellen, jedoch keine Täterermittlung durchführen. Im Vorfeld hatten der US-amerikanische und russische Außenminister eine einvernehmliche Lösung erarbeitet. Ähnliche Abstimmungen waren bisher immer am Veto einer der Staaten gescheitert. Der letzte nachweisliche Chemiewaffeneinsatz fand im Bürgerkrieg in Syrien 2014 statt.

Deutschland investiert in seine Verteidigung. Zur Behebung der Mängel bei der Bundeswehr sollen laut Medienberichten sechs Milliarden Euro, etwa 80 Milliarden Namibia Dollar, investiert werden. Vor allem soll das Geld für die Beseitigung von Mängeln bei Helikoptern und Flugzeugen eingesetzt werden. In den kommenden acht Jahren soll ein Maßnahmenkatalog mit 120 Anforderungen umgesetzt werden. In den vergangenen Jahren geriet die Bundeswehr immer wieder in die Schlagzeilen, weil Teile der Armee nur beschränkt einsatzfähig sind.

Russland hat erneut hunderte Tonnen Lebensmittel vernichtet. Dies gab der Kreml in Moskau bekannt. Trotz anhaltender Kritik aus der Bevölkerung wurden 220 Tonnen Früchte und Gemüse verbrannt. Diese stammten vor allem aus der Türkei und Moldau und seien trotz des russischen Embargos ins Land gelangt. Erst vor wenigen Tagen wurden mehr als 100 Tonnen Schweinefleisch vernichtet. Das russische Importverbot für Lebensmittel war eine Reaktion auf die Sanktionen des Westens.

 

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