6. Januar 2017 - Nachrichten am Mittag

Vertreter der Herero und Nama klagen gegen Deutschland. In New York wurde jetzt eine Sammelklage eingereicht. Das Ziel: Entschädigungszahlungen wegen der Anfang des 20. Jahrhunderts begangenen Kolonialverbrechen. Berlin führt bereits seit 2014 mit der Regierung in Windhuk einen Dialog über die Aufarbeitung der Gräueltaten. Die deutsche Bundesregierung bezeichnet die Massaker zwar als Völkermord, lehnt Entschädigungszahlungen aber ab.

Die Geldnotlage in Simbabwe spitzt sich immer wieder zu. Nachdem die vor einigen Wochen ausgegebenen Schuldscheine von vielen Händlern nur eingeschränkt und von Tankstellen gar nicht akzeptiert werden, wird ab Mitte Januar die Nutzung von VISA-Kreditkarten im Land komplett eingestellt. Dies teilte die dafür zuständige CBZ Bank. Einzelne kommerzielle Banken hatten diesen Schritt ebenfalls eingeleitet. Teilweise werden auch keine Kreditkarten anderer Gesellschaften mehr akzeptiert. Hintergrund ist ein Mangel an Devisen im Land. – Reisende sind angehalten US-Dollar in bar und kleinen Scheinen für die gesamte Reise durch Simbabwe mitzuführen.

Auch in Portugal soll die Frauenquote in Unternehmen kommen. Die sozialistische Regierung hat ein Gesetz beschlossen, wonach der Frauenanteil in Aufsichtsräten von staatlichen und börsennotierten Unternehmen bis 2020 auf ein Drittel steigen muss. Aktuell liegt der Frauenanteil in den Aufsichtsräten von börsennotierten Firmen in Portugal nur bei knapp zehn Prozent.

Der Wasserstand des Okavango steigt deutlich an. Der hydrologischen Abteilung des Wasserministeriums nach, stieg dieser in den vergangenen Tagen um 70 Zentimeter auf nun fast 5 Meter. Ab einer Wassermarke von acht Metern muss mit Überflutungen gerechnet werden. Ursache des stark ansteigenden Wasserstandes sind anhaltend gute Regenfälle im Einzugsgebiet des Okavango. So fielen in der unmittelbaren Umgebung in den vergangenen Tagen bis zu 320 Millimeter.

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