8. Januar 2017 - Nachrichten am Morgen

Nach dem Schuldspruch für einen israelischen Soldaten sind in Tel Aviv hunderte Menschen auf die Straße gegangen. Sie demonstrierten gegen die Spaltung des Landes.  Der 20-jährige Soldat hatte einen verletzten palästinensischen Angreifer getötet. Ein Militärgericht hatte den Soldaten am Mittwoch wegen Totschlags schuldig gesprochen. Nach Auffassung der Richter war von dem wehrlos am Boden liegenden Palästinenser keinerlei Gefahr ausgegangen. Das Strafmaß wollen die Richter zu einem späteren Zeitpunkt verkünden. Dem junge Mann drohen bis zu 20 Jahre Haft.

Nach dem Abzug von vier UN-Beobachtern wegen einer Silvesterparty mit Farc-Rebellen in Kolumbien ermittelt die UNO gegen weitere Teilnehmer der Party. Der Fall werde weiter geprüft, hieß es aus UN-Kreisen. Die UN-Mission in Kolumbien lege großen Wert auf ihre Unparteilichkeit und werde alle nötigen Maßnahmen ergreifen, um den Vorfall aufzuklären. Das Video von der Silvesterparty war am Neujahrstag von kolumbianischen Medien gezeigt worden. Zu sehen sind UN-Beobachter mit hellblauen Westen, die mit Guerilla-Kämpferinnen tanzen.

Das Winterwetter stellt im Moment weite Teile Europas vor große Herausforderungen. Hunderte Flüge wurden gestrichen. In der türkischen Metropole Istanbul musste wegen eines Schneesturms der Schiffsverkehr auf dem Bosporus gestoppt werden. In Polen, Italien und entlang der Balkanroute sind bei Temperaturen von bis zu - 30 Grad mehrere Menschen erfroren.

Banken und Sparkassen in Deutschland droht eine Milliardenklage aus den USA. Das berichtet die "Bild am Sonntag". Demnach wirft eine Anwaltskanzlei deutschen Geldhäusern verbotene Kartellabsprachen vor. Zu den Klägern gehören große Ölkonzerne und Handelsunternehmen. Die Absprachen sollen zu überhöhten Gebühren beim Zahlen mit EC-Karten geführt haben. Die Deutsche Kreditwirtschaft erklärte, für solche Verfahren sehe man keine Grundlage.

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