9. Januar 2017 - Nachrichten am Morgen

Herero und Nama verklagen Deutschland in den USA auf Entschädigung für den Völkermord während der Kolonialzeit. Laut Presseagentur NAMPA fordern die Vertreter der Volksgruppen, Ober-Chief Vekuii Rukoro und Kaptein David Frederick in der Klageschrift zugleich, an den Gesprächen der Regierungen Namibias und Deutschlands über die Ereignisse während der Kolonialzeit beteiligt zu werden. Sie würden sich dabei auch auf die UN-Deklaration zu den Rechten indigener Völker von 2007 berufen, der zufolge Vertreter dieser Völker an Entscheidungsprozessen beteiligt werden müssen. Laut Spiegel Online sehen Experten darin einen neuen Aspekt gegenüber früheren Klagen. Herero und Nama könnten damit Erfolg haben, weil Deutschland die Deklaration angenommen habe.


Chinesische Firmen haben den Staat Namibia beim Import von Gütern um 3,5 Milliarden Namibia Dollar betrogen. Das habe eine Untersuchung der Bank of Namibia im vergangenen Februar ergeben, berichtet der Namibian. Demnach sagte der Direktor der Finanzprüfungsfirma KPMG in Südafrika, Roy Waligora, im Fall des Milliarden-Zollbetrugs vor dem Magistratsgericht in Windhoek aus. Im Auftrag der Zentralbank habe KPMG Transaktionen zweier Transportfirmen in Walvis Bay von 2013 bis 2016 geprüft. Dabei seien gewaltige Differenzen zwischen Beträgen auf den Rechnungen für die importierten Güter und den angegebenen Werten auf den Einfuhrpapieren festgestellt worden. Die Polizei hatte zwei Chinesen und einen Namibier verhaftet. Die Kautionsverhandlung wird heute fortgesetzt.

Medienberichte, denen zufolge die Polizei in Ondangwa in einem Container 3,5 Milliarden Namibia Dollar an Bargeld gefunden hat, sind falsch. Das habe der Gouverneur der Bank of Namibia, Ipumbu Shiimi, am Freitag in einer Presseerklärung klargestellt, meldet die Nachrichtenagentur NAMPA. Bei der Durchsuchung im Zuge der Ermittlungen wegen Zollbetrugs habe man keinerlei Bargeld entdeckt. Die genannte Summe von 3,5 Milliarden Dollar sei vielmehr der Gesamtwert des Zollbetrugs. Ursprung der falschen Medienberichte war eine Meldung von NAMPA von Ende Dezember.

Nach dem LKW-Anschlag in Jerusalem vermuten die israelischen Behörden die Dschihadistenmiliz IS hinter der Tat. Alles deute darauf hin, dass der Attentäter den IS unterstützt habe, erklärte Regierungschef Netanjahu. Noch hat sich allerdings niemand zu dem Anschlag bekannt. Der Attentäter war gestern mit einem Laster in eine Gruppe israelischer Soldaten gefahren, dabei wurden vier von ihnen getötet. Der deutsche Außenminister Steinmeier verurteilte die Tat scharf, er erklärte, die Bilder erinnern an den Anschlag in Berlin.

Die Kampagne des Verkehrsunfall-Fonds MVA zur Sicherheit auf Namibias Straßen zum Ende der Ferien ist am Freitag angelaufen. Wie die Presseagentur NAMPA meldet, stand sie unter dem Titel „Opotuli“, zu Deutsch: „Wir sind hier“. In Partnerschaft mit Polizei und dem Forum des Privatsektors zur Straßensicherheit wurden die Kontrollen an den Fernstraßen B1 und B2 verstärkt. Viele Fahrer würden Verkehrsvorschriften missachten, obwohl sie sie kennen, sagte ein Mitarbeiter von MVA. Am Kontrollposten zwischen Okahandja und Windhoek wurden zwei Fahrern Kindersitze überreicht, die die Firma M+Z Motors gestiftet hatte.

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