11. Januar 2017 - Nachrichten am Morgen

In Namibia ist Kreditkarten-Betrug auf dem Vormarsch. Davor warne die Bank of Namibia, berichtet der Namibian. Von Januar bis September vergangenen Jahres seien Betrugsfälle in Höhe von insgesamt 7,7 Millionen Namibia Dollar registriert worden. Das sei ein alarmierender Anstieg gegenüber 2015, als die Gesamtsumme im gesamten Jahr 1,2 Millionen Dollar betragen habe. Die Zentralbank rief Besitzer von Kreditkarten auf, ihre PIN-Nummer stets sicher zu verwahren und ihre Bank im Falle gestohlener oder verlorener Karten sofort zu informieren.

Der neue UN-Chef Guterres hat seine erste Rede im UN-Sicherheitsrat gehalten. Dabei hat er die Erwartungen seiner Befürworter erfüllt und die Lage der UN ungeschönt dargestellt. Fazit: Die Vereinten Nationen würden nur noch versuchen, Krisen und Konflikte zu lösen - ihrer eigentlichen Aufgabe, Konflikte zu vermeiden, kämen sie nicht mehr nach. Guterres will das mit tiefgreifenden Reformen ändern. Man brauche einen neuen Ansatz. Eines der Hauptprobleme ist, dass Resolutionen im Sicherheitsrat oft von einer Seite mit einem Veto blockiert - oder so verwässert werden, dass sie kaum etwas bringen.

In seiner Abschiedsrede hat der scheidende US-Präsident Obama die Amerikaner zur Geschlossenheit aufgerufen. Nur so könne Demokratie funktionieren, sagte Obama in seiner Heimatstadt Chicago vor tausenden jubelnden Anhängern. Er zog eine positive Bilanz seiner achtjährigen Amtszeit. Als Beispiele nannte Obama die gute Wirtschaftsentwicklung und die Reform der Krankenversicherung. Ihm sei es aber nicht gelungen, den wachsenden Rassismus zu bekämpfen, räumte der erste schwarze Präsident der Vereinigten Staaten ein. Obama übergibt das Amt am 20. Januar an Donald Trump.

Der Ex-Team-Arzt der Fußball-Nationalmannschaft, Gerson Kandjii, bleibt wegen des Verdachts auf Wilderei zweier Nashörner in Haft. Laut Presseagentur NAMPA wurde ihm und zwei mutmaßlichen Komplizen gestern vom Magistratsgericht Gobabis eine Kaution verweigert. Die Verhandlung wurde auf Ende März vertagt. Auf einer Farm bei Gobabis waren kurz vor Weihnachten einen Nashornbullen und eine Kuh erschossen und enthornt worden. Zwei weitere Tiere wurden verletzt. Gegen Kandjii und die beiden anderen Männer läuft bereits ein Verfahren wegen Mordes am deutschen Jagdfarmer Reinhard Schmidt bei Kalkrand im Februar 2015. Sie waren auf Kaution von 5.000 Namibia Dollar auf freiem Fuß. Kandjii wird zudem eine Beteiligung an der Wilderei von Nashörnern im Etosha-Nationalpark vorgeworfen. In dem Fall hatte er 20.000 Dollar Kaution hinterlegt.

Jedes Jahr brechen Zehntausende Schüler in Namibia ihren Schulbesuch vorzeitig ab. Das berichtet der Namibian unter Berufung auf das Bildungsministerium. Demnach lag die Zahl der Schulabbrecher im Jahr 2014 bei über 44.000. 2013 sei sogar der traurige Rekord von 53.000 erreicht worden. Allerdings verrate die Statistik nicht, wie viele der Abbrecher später wieder auf die Schulbank zurückkehren. Laut Bildungsministerium sind die Hauptgründe für den vorzeitigen Abbruch, dass Mädchen schwanger werden, dass der Weg zur Schule zu weit ist und dass Eltern ihre Kinder abberufen, um daheim zu helfen.

Der Präsident Sambias, Edgar Lungu, hat Präsident Hage Geingob einen Boran Bullen geschenkt. Es handle sich um ein Geschenk Lungus und nicht des Staates, betonte die sambische Botschaft laut Presseagentur NAMPA. Weil Rinder nicht von Sambia nach Namibia transportiert werden dürfen, habe Lungu einen seiner Bullen verkauft und von dem Erlös einen Bullen derselben Zucht auf einer Farm bei Gobabis gekauft. Laut Nampa gab der Farmer einen Roten Brahmanen-Bullen hinzu. Geingob habe sich bei Lungu und dem Farmer bedankt. Auf seiner Farm Hadoloha nördlich von Otavi hält er mehr als 300 Rinder und baut auch Mais an.

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