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30. April 2021 - Nachrichten am Morgen

Namibias Staatsverschuldung ist nicht nachhaltig. Diese klare Aussage machte der Gouverneur der Zentralbank, Johannes !Gawaxab, vor dem ständigen Wirtschaftsausschuss des Parlaments. Die Verschuldung werde im neuen Finanzjahr auf 70 Prozent des Bruttoinlandsproduktes steigen.  Dies seien fast 130 Milliarden Namibia Dollar. Der Staat solle dies einsehen und endlich im Rahmen seiner Möglichkeiten wirtschaften. Dieser Wandel müsse spätestens in drei bis fünf Jahren volllogen werden. Dazu gehöre es auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen, vor allem in Hinblick auf den aufgeblähten Staatsapparat mit viel zu vielen Angestellten

Namibische Reisepässe und ID-Karten wurden illegal in größerem Stile verkauft. Dies haben Ermittlungen innerhalb des Innenministeriums hervorgebracht, heißt es heute im Namibian. Einem hochrangigen Ministeriumsmitarbeiter wird vorgeworfen, als Leiter des Büros in Okahandja, die Dokumente an Personen verkauft zu haben, die kein Anrecht darauf hätten. Derzeit wird in sieben konkreten Fällen ermittelt, wobei der Mann bereits seit 2013 mit den Dokumenten gehandelt haben soll. Grundlage sei immer die Ausstellung einer gefälschten Geburtsurkunde als Staatsbürgernachweis. Das ganze Prozedere soll die Käufer um die 75.000 Namibia Dollar kosten.

Immer weniger Gelder stehen dem zuständigen Ministerium für die Landreform zur Verfügung. Landreformminister Calle Schlettwein zeigte vor der Nationalversammlung aber Verständnis dafür, dass das schrumpfende Budget seines Ministeriums der der gesamtwirtschaftlichen Situation geschuldet sei. Lediglich etwa sieben Prozent oder knapp 120 Millionen Namibia Dollar stünden im neuen Haushalt für den Aufkauf von Farmland, Umsiedlung und Infrastrukturentwicklung solcher Farmen zur Verfügung.

Die zunehmende Veröffentlichung sensibler Sicherheitsdaten des Verteidigungsministeriums stelle ein immer größeres Problem dar. Laut Nampa zeigte sich Exekutivdirektorin Wilhelmine Shivute zutiefst besorgt darüber. Regelmäßig würden Informationen mit hoher Geheimhaltungsstufe an die Öffentlichkeit geraten. Das Ministerium müsse dringend diesbezüglich seine Mechanismen verbessern um die nationale Sicherheit nicht zu gefährden. – Immer wieder betonte das Ministerium auch in der Vergangenheit, dass es der Öffentlichkeit aus Sicherheitsgründen keinerlei Rechenschaft über Ausgaben schuldig sei. Dies wird seit Jahren von den Oppositionsparteien angemahnt, da korruptes Verhalten vermutet wird.

Trotz der Corona-Pandemie war der namibische Finanzsektor im vergangenen Jahr stabil. Dies geht aus dem aktuellen „Financial Stability Report“ der Bank of Namibia hervor. Der Bankensektor und sonstige Finanzbereich war profitabel und liquide. Erfreulich sei dem Bericht nach, dass die internationalen Devisenreserven 2020 angestiegen seien, wodurch die 1-zu-1-Koppplung an den Rand ohne Probleme beibehalten werden könne. Der Privatschuldenstand wuchs im vergangenen Jahr nur gering, Unternehmen haben weniger Schulden als noch 2019.

Das African CDC warnt vor einem „afrikanischen Indien“ in Bezug auf COVID19. Alle Warnungen zur Beginn der Pandemie, dass der Kontinent besonders hart getroffen werden könnte, scheinen sich nun langsam zu bewahrheiten, berichtet AFP. Vor allem das Überspringen der indischen Doppel-Variante des Virus könne den Kontinent in ein Elend stürzen, so das CDC. Alle Länder sind deshalb aufgerufen schon jetzt alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen, damit auch weiterhin der Kontinent relativ glimpflich durch die Pandemie kommt. Das Tragen von Masken sei der „Impfstoff der armen Länder“.

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