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6. April 2021 - Nachrichten am Morgen

Das Investigativ-Netzwerk rund um Al-Jazeera hat weitere Anschuldigungen gegen Staatspräsident Hage Geingob im Rahmen des „Fishrot“-Skandals erhoben. Demnach habe Geingob selber Gelder an die SWAPO von staatlichen Fischereiunternehmen angewiesen, um Wahlkämpfe zu finanzieren. Das Präsidialamt wies derartige Anschuldigungen umgehend als „nicht neu“ und „unbelegt“ zurück. Es handele sich um Aufsehen erhaschenden, substanzlosen, unethischen Journalismus lies Präsidentensprecher Alfredo Hengari mitteilen. Vielmehr habe Geingob proaktiv an der Aufdeckung des internationalen Skandals um namibische Fischfangrechte mitgewirkt.

Namibia wurde am frühen Ostersonntag von einem Erdbeben erschüttert. Laut dem geologischen Amt des Bergbauministeriums lag das Epizentrum knapp 100 Kilometer Nordnordwestlich von Khorixas in einer Tiefe von 15 Kilometer. Es hatte eine Stärke von 5,6, was Medienberichten nach wohl das schwerste Erdbeben in Namibia in der Geschichte gewesen sein dürfte. Aus unter anderem Khorixas wurden in den Sozialen Medien geringe Sachschäden gemeldet. Das seismologische Netzwerk hat unter anderem im fast 800 Kilometer entfernen Aus das Beben erfasst.

Namibias 7-Tage-Corona-Inzidenz ist über die Ostertage auf den niedrigsten Stand seit fast knapp zwei Monaten gefallen. Sie liegt nun, nachdem es 510 neue Fälle gab, bei 39. Gleichzeitig meldete das Gesundheitsministerium knapp 450 weitere gesundete Personen. Zehn Menschen verloren in Zusammenhang mit COVID19 ihr Leben. Die Zahl der geimpften beträgt 2094, wobei an Wochenenden und Feiertagen nicht geimpft wird. Sorge bereitet die steigende Zahl der Krankenhausaufenthalte. Es sind derzeit 197 Personen in stationärer Behandlung, davon 37 auf den Intensivstationen des Landes.

Weiterhin bleibt unklar, wohin knapp 730 Millionen Namibia Dollar aus dem COVID19-Notfallbudget des Gesundheitsministeriums geflossen sind. Wie der Namibian berichtet, hat das Ministerium bisher trotz wiederholter Aufforderungen einen Bericht dazu nicht an den Generalbuchprüfer übergeben. Vor zwei Monaten hatte Ministeriums-Exekutivdirektor Ben Namgombe bereits den Bericht angekündigt. Das Büro des Generalbuchprüfers hingegen weiß nichts von dem Bericht. Vielmehr habe das Büro einen eigenen Bericht zu den ersten drei Monaten der Pandemie erarbeitete und würde diesen in Kürze präsentieren.

Die Oppositionsparteien LPM, PDM und UPM müssen drei Todesfälle hochrangiger Parteimitglieder verkraften. So ist Marlene Ortman, Bürgermeisterin von Karasburg für die LPM, am Wochenende verstorben, wie die der Vorsitzende des Regionalrates von ||Karas, Joseph Isaacks, bestätigte. Sie wurde nur 56 Jahre alt. Zudem ist der Parteivorsitzende des United People's Movement, Piet Junius, in Rehoboth verstorben. Auch der PDM-Abgeordnete für Opuwo-Land Uaurikua Kakuva ist über die Osterfeiertage mit 62 Jahren gestorben.

Möglicherweise wird das politische Ende von Verteidigungsminister Peter Vilho heute besiegelt. Staatspräsident Geingob hat ihn vorgeladen, wie aus einer Presseerklärung des Präsidialamtes hervorgeht. Demnach nehme Geingob die Vorwürfe gegen Vilho rund um ein privates Konto in Hongkong, in dem sich Dokumenten nach Millionenbeträge befinden sollte, sehr ernst. Bereits vergangene Woche waren dementsprechende Kontoauszüge, unter anderem von Windhoeks Bürgermeister Job Amupanda, in den Sozialen Medien verbreitet worden. - Geingob hatte in der Vergangenheit, unter anderem bei den Justiz- und Fischereiministern, solche Vorladungen stets mit einem Ausscheiden der Minister beendet.

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