Sonntag 18. April 2021

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8. April 2021 - Nachrichten am Mittag

Der Fleischverarbeiter Meatco will mehr als 10 Prozent seiner Arbeiter entlassen. Das bestätigte das Unternehmen gegenüber der NBC. Betroffen sind 80 Mitarbeiter, allesamt 55 Jahre und älter. Laut Meatco sei man aktuell in Verhandlungen mit der zuständigen Gewerkschaft über Abfindungszahlungen für die Betroffenen. Hintergrund der Entlassungen soll einerseits eine Verschlankung des Unternehmens sein, andererseits hatte das Unternehmen zuletzt mit einem sehr geringen Durchlauf in den Schlachthöfen des Landes zu kämpfen.

Das Gesundheitsministerium will mit einer landesweiten Kampagne die Anzahl der Tuberkulose-Behandlungen erhöhen. Ziel sei es bis Dezember 2022 die sogenannte Tuberkulosis Preventitative Therapy, kurz TPT, bei rund 130.000 Menschen anzuleiern. Laut den Behörden wüssten zu wenige Menschen im Land, dass sie Anrecht auf TPT hätten. Zudem soll durch die Kampagne auch die Zahl der Todesopfer unter HIV-positiven Patienten mit Tuberkulose drastisch reduziert werden.

McHenry Venaani hat den Verkauf der namibischen Elfenbeinvorräte zur Beschaffung weiterer Impfstoffe angeregt. In einer Anfrage an Gesundheitsminister Kalumbi Shangula gab er zu Protokoll, dass die Regierung den Impfstoff-produzierenden Nationen Elfenbein im Tausch gegen Impfstoff anbieten solle. Laut Umweltminister Pohamba Shifeta sind die Elfenbeinvorräte Namibias rund eine Milliarde Namibia Dollar wert, können aber aufgrund eines CITES-Verbots nicht verkauft werden. In seiner Antwort warf der Gesundheitsminister den reichen Ländern der Welt einmal mehr vor, Impfstoffe zu horten. In dem Zusammenhang hatte Präsident Hage Geingob zuletzt von einer Impfstoff-Apartheid gesprochen. Auf den Verkauf der Elfenbeinvorräte ging Shangula nicht ein.

Die Opposition hat der Regierung eklatantes Versagen im Kampf gegen Korruption vorgeworfen. Oppositionsführer McHenry Venaani sprach in Bezug auf die SWAPO im Parlament von Diebstahl öffentlicher Gelder. APP Präsident Ignatius Shixwameni bezeichnete die Korruption in Namibia als systematisch. LPM Anführer Bernardus Swartbooi forderte die SWAPO auf, das endlich auch für die eigenen Reihen anzuerkennen. Und NUDO Generalsekretär Joseph Kauandenge gab zu Protokoll, dass man keiner Regierung vertrauen könne, die in Korruption verwickelt sei. Premierministerin Saara Kuugongelwa-Amadhila hatte zuvor erklärte, dass die Regierung sich dem Kampf gegen Korruption verschrieben habe.

Die Pläne zur Errichtung einer angolanisch-namibischen Gedenkstätte in Cassinga sollen wieder aufgegriffen werden. Laut der angolanischen Nachrichtenagentur haben sich in der vergangenen Woche Delegationen aus beiden Ländern getroffen, um die Wiederaufnahme der Arbeiten abzusegnen. Die namibische Delegation wurde von Informationsminister Peya Mushelenga angeführt. Die Errichtung der Gedenkstätte soll im April fortgesetzt werden. Die ursprünglichen Pläne dazu waren bereits 2018 abgesegnet worden, zwischenzeitlich waren die Arbeiten aber zum Erliegen gekommen, AngolaPress spricht von technischen und administrativen Gründen für den Baustopp.  

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