2024

Namibia verliert ein Viertel seiner Waldflächen seit 1990

todayJuli 8, 2024

Hintergrund
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Seit der Unabhängigkeit ist die Größe der Waldflächen in Namibia um beinahe ein Viertel zurückgegangen. Das erklärte Umweltminister Pohamba Shifeta im Rahmen einer internationalen Aufforstungskonferenz in Kongo-Brazzaville. Demnach seien 1990 noch 8,7 Millionen Hektar in Namibia mit Wald bedeckt gewesen. 2020 lag diese Zahl nur noch bei 6,6 Millionen. Als größte Bedrohungen für die Wälder bezeichnete Shifeta die Ausdehnung landwirtschaftlicher Nutzflächen, illegale Abholzung, den Klimawandel und Zerstörung durch Elefanten. Auch die Rodung für den Bau von Infrastruktur und unkontrollierte Waldbrände stellen laut dem Minister eine Gefahr dar. Er verwies dabei auch auf den Bevölkerungszuwachs, der mit einer Zunahme nicht nachhaltiger Nutzung von Holz als Brennmaterial oder zum Bau von Häusern und Zäunen einhergehe. Die anhaltende Reduzierung der Waldbestände sei dabei eine schwere Belastung für die Umwelt, die zur Wüstenbildung und Verschlechterung der Bodenqualität führe. Um dem entgegenzuwirken, will die Regierung 15.000 Hektar pro Jahr aufforsten und 15,5 Millionen Hektar Weideland wiederherstellen.

Geschrieben von: Redaktion

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