2023

12. Mai 2023 – FarmerNews

todayMai 12, 2023

Hintergrund
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Fleisch in einem Schlachthof in Namibia (Archivaufnahme); © Pearl Coetzee/NAMPA

Landwirtschaftsminister Calle Schlettwein ist nicht sicher, ob Meatco mit den eingeschlagenen Maßnahmen nachhaltig gerettet werden kann. Ihm nach seien die Ressourcen und Strukturen nicht ausreichend, um im derzeitigen Marktumfeld wettbewerbsfähig zu sein. Die „technische Insolvenz“ erlaube es kaum ohne große finanzielle Unterstützung vom Staat wieder auf gesunde Beine gestellt zu werden. Zudem nehme der Druck durch Konkurrenten wie Beefcor stetig zu. Das Unternehmen habe Meatco bereits bei den Schlachtzahlen übertrumpft. Derzeit würd Meatco nur 2250 Rinder pro Monat schlachten, was deutlich weniger als die nötigen mindestens 5000 ist.

Die Landflucht vor allem der jugendlichen Namibier stellt ein ernsthaftes Problem bei der Nahrungsmittelversorgung dar. Immer weniger Interesse liege in der Landwirtschaft, da die Menschen bevorzugt in den Städten arbeiten wollen. Dies geht aus einem aktuellen Sektorbericht hervor. Die Landwirtschaft sei das Rückgrat der namibischen Wirtschaft und des täglichen Zusammenlebens, erhalte aber insgesamt weiterhin zu wenig Aufmerksamkeit. Dabei schaffe dieser Bereich auch besonders viele Arbeitsplätze. Zu dem Mangel an Fachkräften in der Landwirtschaft komme auch ein aktives Ausscheiden aus dem Sektor um mit einfacherer Arbeit Geld zu verdienen.

Die Stimmen gegen Geschäftsmann Laban Kandume werden lauter. Er soll in den vergangenen zehn Jahren eine der größten Profiteure staatlicher Aufträge im Landwirtschaftssektor gewesen sein. Dabei geht es um ein Volumen von etwa 700 Millionen Namibia Dollar. Der 37-Jährige soll womöglich Freundschaften mit Regierungsmitarbeitern, die eigentlich überwachend bei den Aufträgen tätig sein sollten, genutzt haben. Politisch hielt sich Kandume immer weitestgehend zurück, hatte sich aber vor einigen Monaten bei der internen SWAPO-Wahl hinter Umweltminister Pohamba Shifeta gestellt. Durch diesen hatte Kandume zuletzt hochdotierte Aufträge im Tourismussektor erhalten.

Die Wetteraussichten fürs Wochenende:  Es wird insgesamt deutlich kühler und wechselhafter. Während in den nördlichen kommerziellen Farmgebieten noch Tageshöchsttemperaturen von 31 Grad vorausgesagt sind, sollen es um Windhoek mur 25 und im Süden nur bis 21 Grad werden. Nachts werden meist 14 Grad, im Süden und um Windhoek teilweise nur 6 Grad erreicht. Die UV-Strahlung ist mit Werten von 7 bis 8 „hoch“ bis „sehr hoch“.

 

Geschrieben von: Redaktion 2

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