2023

4. September 2023 – FarmerNews

todaySeptember 4, 2023

Hintergrund
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NALF-Mitglieder nach der erfolgreichen Gehaltsverhandlung; © Namibia Agricultural Union

Der Mindestlohn für Farmarbeiter wird angehoben. Dies ist das Ergebnis von Gesprächen des Namibia Agricultural Labour Forum (NALF), dem praktisch alle wichtigen namibischen Arbeitnehmer- und -geber-Verbände des Landwirtschaftssektors angehören. Ab dem 1. Oktober müsse zehn Prozent mehr bezahlt werden. Der Mindestlohn betrage dann sechs Namibia Dollar pro Stunde bzw. 1170 Dollar im Monat bei einer standardmäßigen 45-Stunden-Woche. Hinzu komme entweder 650 Namibia Dollar für Lebensmittel oder eine dementsprechende kostenlose Ration. Betont wird, dass es sich um Einstiegsgehälter für junge, neue Farmarbeiter handeln solle und die Farmer erfahrene Angestellte besser entlohnen sollten.

Der deutsche Fleischkonzern Tönnies Holding hat Interesse am Export von Rind- und Schweinefleisch aus Namibia. Das erklärte der namensgebende deutsche Geschäftsmann Clemens Tönnies vergangene Woche im Rahmen eines Höflichkeitsbesuches bei Präsident Hage Geingob. Demnach sei man dabei, ein Grundstück in Namibia zu erwerben, um einen Fleischverarbeitungsbetrieb in Namibia aufzubauen. Dabei wolle man nicht nur Fleisch exportieren, sondern umgekehrt auch Investitionen und Arbeitsplätze nach Namibia bringen. Präsident Hage Geingob begrüßte die Initiative und forderte die Delegation um Tönnies auf, vor allem die Jugend des Landes bei der Schaffung von Arbeitsplätzen zu beachten. Die Tönnies-Gruppe ist einer der größten Fleischverarbeiter Deutschlands. Weltweit beschäftigt man nach eigenen Angaben über 15.000 Mitarbeiter.

Der Schlachthof in Rundu ist offiziell an den staatlichen Fleischverarbeiter Meatco übergeben worden. Der Betrieb war zuvor von der Regierung für N$ 40 Millionen saniert worden. Er soll nun auch für Farmer aus den Regionen Kavango-Ost, Kavango-West und Ohangwena eine Anlaufstelle darstellen. Der Schlachthof hat eine Kapazität von bis zu 120 Rindern pro Tag. Meatco-Direktor Mwilima Mushokabanji betonte bei der feierlichen Übergabe, dass die Übernahme zu einem vielversprechenden Zeitpunkt stattfinde, da das weltweite Interesse an namibischem Rindfleisch steige. Für den Rundu-Schlachthof sind vor allem Ghana und Angola neue Märkte. Mit dem sanierten Schlachthof habe man die geeignete Infrastruktur, um diesen Markt erfolgreich zu bewirtschaften. Der Bau des Schlachthofs in Rundu war bereits 2014 begonnen worden. Die Inbetriebnahme hatte sich aus finanziellen Gründen jedoch immer wieder verschoben.

Das Farmerwetter bis Donnerstag – kurz & knapp: In den nördlichen kommerziellen Farmgebieten und im Maisdreieck heiß bis sehr heißt bei 33 bis 36 Grad am Tag. Nachts zwischen 12 und 18 Grad. Im Osten und den Farmgebieten um Windhoek etwas frischer bei 28 bis 32 Grad am Tag und 10 bis 15 Grad in den Nächten. Im Süden deutlich wechselhafter bei tagsüber mit 24 bis sehr heiße 38 Grad. Dienstag tagsüber nur 17 Grad. Nachts zwischen 10 und 17 Grad. Die UV-Strahlung ist mit Werten von 9 bis 10 „sehr hoch“.  Die Brandgefahr ist landesweit sehr hoch. Veldbrände gab es zuletzt vor allem im Zentrum der Region Otjozondjupa.

Geschrieben von: Redaktion 2

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