2023

5. Juni 2023 – FarmerNews

todayJuni 5, 2023

Hintergrund
share close

Landwirtschaftsminister Calle Schlettwein hat eine vermehrte Einbindung von Farmern in die gesamte landwirtschaftliche Wertschöpfungskette angeregt. Die reine Produktion von Fleisch mache so beispielsweise nur 15 Prozent dieser Wertschöpfung aus. Die restlichen 85 Prozent lägen in der Verarbeitung, Verpackung, Logistik und im Groß- und Einzelhandel. Im Rahmen des Omaludi-Festivals im Norden des Landes erklärte Schlettwein, dass die Rinderzüchter in die Schlachthöfe und in die Vermarktung der im Inland und auf dem Exportmarkt verkauften Tiere einzubinden seien, da diese die profitabelsten wirtschaftlichen Möglichkeiten seien. Die Rinderzucht bezeichnete Schlettwein zudem als Schlüssel zum Wirtschaftswachstum in Namibia. Entgegen anderen Sektoren wie beispielsweise dem Bergbau würde dabei der tatsächliche Ertrag auch im Land und bei der lokalen Bevölkerung bleiben.

Die hohen Zinsen im Land stellen vor dem Hintergrund eines anstehenden Dürrejahres ein riesiges Problem für die Landwirtschaft dar. Davon zeigt sich die AgriBank überzeugt. Der Zugang zu erschwinglichem Geld sei vor allem in solch schwierigen Zeiten unabdingbar. Die Farmer müssten unter anderem Futter für Nutzvieh kaufen, wofür sie nun teuer Geld leihen müssten. Traditionell steige der Geldbedarf der Farmer in Dürrejahren besonders an. Deshalb appellierte die AgriBank an die namibische Zentralbank, solche Aspekte bei einem wohl anstehenden weiteren Zinsanstieg Mitte Juni zu berücksichtigen.

Die Swakara-Industrie im Land erhofft sich durch eine neue große Auktion in Finnland einen Aufschwung. Nach der Pleite der Pelzauktion in Kopenhagen, musste sich der namibische Interessenverband einen neuen Verkaufsort suchen. Einem Bericht der Allgemeinen Zeitung nach, sei dieser mit Saga Furs in Helsinkin kürzlich gefunden worden. Bereits mehr als 12.100 Pelze seien dorthin geliefert worden. Am 9. Juni sollen die Fellchen erstmals unter den Hammer kommen.

Farmerwetter bis Donnerstag – kurz & knapp: Im Norden und dem Mais-Dreieck bleibt es tagsüber bei 30 Grad und nachts bei 13 Grad sommerlich warm. In den kommerziellen Farmgebieten um Windhoek und im Osten muss mit Tageshöchsttemperaturen von 25 bis 28 Grad gerechnet werden. Nachts sinkt das Thermometer auf unter 10 Grad. Im Süden deutlich frischer und wechselhafter bei 19 bis 27 Grad tagsüber und 4 bis 10 Grad nachts. Die UV-Strahlung ist mit einem Wert von 6 „hoch“.  Die Brandgefahr ist nahezu landesweit hoch. Größere Veldbrände wurden zuletzt aus der Region Hardap gemeldet.

 

Geschrieben von: Redaktion 2

Rate it

Ähnliche Beiträge


0%