Mittwoch 22. November 2017

10. November 2017 - Nachrichten am Morgen

Deutschland will direkt mit Vertretern betroffener Gemeinden des Nama- und Hererokrieges verhandeln. Das sagte der ehemalige Kabinetsminister Kazenambo Kazenambo gegenüber der Namibian Sun. Laut Kazenambo habe Deutschland der namibischen Regierung drei Forderungen gestellt. So soll nicht von "Völkermord" sondern von "Kriegsverbrechen" gesprochen werden, das Wort "Wiedergutmachung" soll mit "Sonderfonds" ersetzt werden und drittens sollen betroffene Gemeinden direkt in die Gespräche einbezogen werden, so Kazenambo. Der namibische Sondergesandte bei den Verhandlungen Zed Ngavirue, wollte die angeblichen Forderungen der deutschen Regierung weder bestätigen noch dementieren.

Auf seiner zweiwöchigen Asienreise macht US-Präsident Trump heute Halt in Vietnam. Dort hält er beim Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft eine Grundsatzrede zur künftigen Zusammenarbeit mit der Region. Vor dem Hintergrund, dass Trump bisher auf eine Abschottung Amerikas bei der Handelspolitik gesetzt hat, wird die Rede mit Spannung erwartet. Am Rande des Gipfels will sich Trump auch mit Russlands Präsident Putin treffen. Zuletzt hatten die beiden sich beim G20-Gipfel im Juli in Hamburg zusammengesetzt.

Der Brexit soll am 29. März 2019 vollzogen werden. Genau um 23 Uhr will Großbritannien die EU verlassen. Das exakte Austrittsdatum soll nun im Austrittsgesetz festgehalten werden, über das momentan im britischen Parlament beraten wird, so Brexit-Minister David Davis.

Löwen haben Mittwochnacht auf einer kommunalen Farm in der Kunene Region 86 Schafe und Ziegen gerissen. Das bestätigte Vitalis Florry  vom Torra-Hegegebiet gegenüber dem Republikein. Wo sich die Löwen zurzeit befinden ist ungewiss. Der Kraal bestand nur aus Draht und Holzpfählen. Florry sagte, dass Gehege, die von der Organisation Desert Lion Human Relations Aid aus Schattennetzen errichtet und mit Bewegungsmeldern und Lampen und Sirenen ausgestattet sind, von Löwen vermieden werden. Auch hätte dieser Vorfall vermieden werden können, wenn die Löwen mit einem Senderhalsband ausgerüstet gewesen wären. In den Regionen Erongo und Kunene ist in den vergangenen Monaten eine Zunahme im Mensch-Tier-Konflikt zu beobachten.

Die Firma Gecko Namibia hat mit einer Klage gedroht, sollte der Umweltkommissar Teofilus Nghitila die Erlaubnis verweigern, Salz bei den Otjivalunda Salzpfannen nördlich von Etosha abbauen zu dürfen. Das berichtet die Tageszeitung "Namibian Sun".  Laut dem Geschäftsführer von Gecko Namibia, Reinhold IIta, habe seine Firma bisher mehr als zwei Millionen Namibia für eine Umweltverträglichkeitsstudie ausgegeben. Laut dieser Studie, könne Salz bedenkenlos in dem vorgesehenen Gebiet abgebaut werden. Umweltschützer sagten gegenüber der Namibian Sun, dass Gecko von deutschen Investoren gefördert werde, um das Mineral Trona abzubauen, anstatt Salz. Sie forderten die Regierung auf, diesen Antrag abzulehnen.

Der bekannte Landwirtschaftsexperte und jahrelanger Geschäftsführer des Ackerbaurates Jürgen Hoffmann ist tot. Er verstarb am Samstag in Windhoek im Alter von 82 Jahren. Hoffmann war Gründungsmitglied des landwirtschaftlichen Handelsforums und viele Jahre als Berater bezüglich internationaler Handelsangelegenheiten tätig. Morgen um 10h00 findet eine Trauerfeier beim Friedhof in Windhoek statt.

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