2024

13. Mai 2024 – FarmerNews

todayMai 13, 2024

Hintergrund
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Rinder in Namibia (Symbolbild); © Charles Tjatindi/NAMPA

Farmer bauen angesichts der Dürre ihre Viehbestände weiter ab und erzielten im März dazu Rekordumsätze. Laut dem Finanzdienstleister Simonis Storm gab es in allen Viehsektoren im März 2024 einen Anstieg der Vermarktungsaktivitäten, sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch zum März des Vorjahres. Insgesamt wurden über 140.000 Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine vermarktet. Besonders erwähnenswert ist, dass im März 2024 34 196 Rinder vermarktet wurden – der höchste Monatswert seit August 2023. Südafrika ist nach wie vor das Hauptzielland für den Großteil der namibischen Viehexporte. Im März 2024 exportierte Namibia fast 109.000 Stück Vieh nach Südafrika, vor allem Schafe. Botswana folgte als zweitgrößter Bestimmungsort, während Angola an dritter Stelle lag.

Mithilfe der geplanten Wasserstoff-Projekte will Namibia auch die Produktion von Düngemitteln für den afrikanischen Kontinent vorantreiben. Als Nebenprodukt werde man jährlich bis zu drei Millionen Tonnen Ammoniak herstellen, so Präsident Nangolo Mbumba im Rahmen einer Konferenz zu Düngemitteln und Bodengesundheit in Kenia. Ammoniak sei dabei ein wichtiger Bestandteil bei der Herstellung von Düngemitteln. Damit wiederum könnte auf dem gesamten Kontinent die Produktion von Nahrungsmitteln gesteigert werden. Landwirtschaftliche Erzeugnisse könnten dann dank der afrikanischen Freihandelszone zu erschwinglichen Preisen gehandelt werden, so Mbumba weiter. Er rief bei der Konferenz die Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union auf, Düngemittel aus Afrika zu beziehen, um die lokale Produktion zu unterstützen.

Der Parlamentsausschuss für Wirtschaft weilt seit gestern zu Konsultationen in den nördlichen kommunalen Farmgebieten (NCA). Hintergrund ist eine Petition der zivilgesellschaftlichen Organisation Lisha Empowerment and Development, die fehlenden Zugang zum Fleischmarkt für die Kommunalfarmer beklagt. Dies habe zu Armut, Hunger und Hoffnungslosigkeit geführt. Die Petition war im vergangenen Jahr an Parlamentspräsident Peter Katjavivi adressiert worden. Darin werden die geschlossenen Schlachthöfe in Oshakati und Outapi als Beispiel aufgeführt. In insgesamt acht Regionen sollen die Ausschussmitglieder daher nun zu Gesprächen mit Interessensvertretern aus Landwirtschaft, Politik und traditionellen Behörden zusammenkommen.

Geschrieben von: Redaktion

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