2016

2. September 2016 – FarmerNews

todaySeptember 2, 2016

Hintergrund
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Rinder in Namibia; © Charles Tjatindi/NAMPA

Rinder in Namibia; © Charles Tjatindi/NAMPA

Werner und Renate Bader sind für ihre Zuchtarbeit mit Dancel Sussex-Rindern ausgezeichnet worden. Sie erhielten die Trophäe des Zuchtverbandes bei einer Gala in Bloemfontein in Südafrika. Mit dem Preis werden unter anderem ihre Fortschritte bei der Zucht gewürdigt. Werner und Renate Bader sind auf ihrer Farm Wiese in der Uhlenhorstgegend seit 2008 in der Dancel-Sussex-Zucht aktiv. Die Rasse gilt als sehr fruchtbar, genügsam und schnellwüchsig.

Nur wenig Regen – und das seit vier Jahren: die Behörden in der Sambesi-Region sprechen deshalb nun offiziell von einer Wasserkrise. Nebenflüsse von Linyanti und Kwando seien trocken. Es gebe zu wenige Bohrlöcher – und die, die existieren, sind zum Teil versalzen. Die Farmer der Region fürchten außerdem die Maul- und Klauenseuche: durch die niedrigen Flusspegel wanderten Tiere zum Beispiel aus Botswana ein. Angesichts der überweideten Flächen in Namibia ziehe manches Vieh von hier auch rüber auf Flächen in Botswana. Dadurch steige die Ansteckungsgefahr.

Die Dürre zwingt die Farmer zum Improvisieren, sie fördert aber auch kreatives Potential: Nach einem Bericht der Allgemeinen Zeitung setzen inzwischen mindestens 15 Farmen im Land darauf, Eindringerbusch zu hexeln und zu Viehfutter zu verarbeiten. Es zeige sich, dass er als Notfutter verwendet werden könne. Allerdings gibt es bisher noch zu wenige Erfahrungen damit. Deshalb sammelt das Landwirtschaftsministerium auf verschiedenen Farmen Informationen und will dann Ratschläge erarbeiten. Dem Bericht zufolge sind rund 45 Millionen Hektar im Land vom Eindringerbusch bewachsen.

Der Grundstein ist schon vor fünf Jahren gelegt worden, nun hat sich mal wieder etwas getan: Namibia und Indonesien haben über ein Landwirtschaftsabkommen gesprochen. Der indonesische Botschafter in Namibia sagte, beide Länder seien mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert. Deshalb sei es sinnvoll, sich über Erfahrungen auszutauschen – unter anderem bei den Themen Vieh-Produktion, Forschung und Technologie-Entwicklung. Im Zuge des Austausches werden Vertreter des namibischen Landwirtschaftsministeriums zum Beispiel an landwirtschaftlichen Maschinen in Indonesien ausgebildet.

Das Farmerwetter für die kommenden sieben Tage: In den nördlichen Farmgebieten wird es tagsüber heiß bis sehr heiß bei 32 bis 39 Grad. Nachts  warm zwischen 11 und 16 Grad. In den kommerziellen Farmgebieten des „Mais-Dreiecks“ wird es ebenfalls heiß bis sehr heiß bei Temperaturen von 32 bis 39  Grad. Nachts bewegen sich die Temperaturen zwischen 14 und 18 Grad. In den östlichen Farmgebieten werden 30 bis 36 Grad erwartet, nachts wird es mild bis warm bei 10 bis 15 Grad. In den zentralen Farmgebieten um Windhoek wird es heiß bei Temperaturen um die 31 Grad, nachts mild bis warm  zwischen 10 und 14 Grad. Im Süden sind Temperaturen zwischen 27 bis 33 Grad  angekündigt.  Die Nachttemperaturen liegen zwischen 8 bis 15  Grad. Die Brandgefahr ist landesweit „hoch“. Die UV-Strahlung ist mit Werten von 9.0 bis 10.4 „sehr hoch“.

Geschrieben von: Redaktion

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