2016

3. Juni 2016 – FarmerNews

todayJuni 3, 2016

Hintergrund
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Rinder in Namibia; © Charles Tjatindi/NAMPA

Rinder in Namibia; © Charles Tjatindi/NAMPA

Es ist eine große Anerkennung für die Arbeit der Veterinärbehörden und der Farmer im Land. Aus Sicht der Weltorganisation für Tiergesundheit hat Namibia nur ein geringes Risiko eines Ausbruchs von Rinderwahnsinn BSE. Namibia ist damit das erste afrikanische Land, das diese Einstufung erhielt. Das Gebiet südlich des Veterinärzauns war schon vorher als frei von Tierseuchen eingestuft worden. Namibia genießt damit weltweit einen hervorragenden Ruf.

Landwirtschaftsminister Mutorwa setzt sich für eine Dürre-Versicherung ein. Mutorwa sagte, die Regierung könne nicht alle Dürre-Folgen alleine abfedern. Namibische Versicherungskonzerne seien gefragt, Lösungen auszuarbeiten. In anderen Ländern gebe es bereits solche Programme. In der verangenen Woche hatte die Regierung ihr Dürre-Hilfe-Programm noch einmal verlängert. Damit können Farmer bis Juli Unterstützung beantragen. Gefördert werden unter anderem neue Bohrlöcher oder die Instandhaltung. Außerdem gibt es Unterstützung für Ackerfarmer und Viehbetriebe.

Die Erwartungen für die Ernte durch die Dürre – sie werden einfach nicht besser. Die Weltgesundheitsorganisation FAO geht für die aktuelle Saison im südlichen Afrika von einer Ernte von 22,5 Millionen Tonnen aus. In der ohnehin schon unterdurchschnittlichen Erntesaison des vergangenen Jahres waren es immerhin noch 26,3 Millionen Tonnen. In diesem Jahr schlägt nach Angaben der FAO noch der starke El Nino-Effekt zu. Zwar erwartet die FAO für Namibia eine leicht bessere Ernte. Die Marktgroßmacht Südafrika verzeichnet allerdings mit einer um bis zu 31 Prozent niedrigeren Ernte einen dramatischen Einbruch.

Die Wassersparvorgaben machen dem Schlachthof-Konzern Meatco zu schaffen. Er geht davon aus, dass die Niederlassung in Okahandja bis Ende des Jahres geschlossen bleiben muss. Meatco erklärte, bei der Fleischverarbeitung sei es egal, wie viel verarbeitet werde – der Wasserverbraucht sei immer gleich. Deshalb sei die Entscheidung gefallen, den Schlachtof in Windhoek voll auszulasten und den in Okahandja runterzufahren. Es werde nun geprüft, wie bei der Fleischverarbeitung Wasser gespart werden kann.

Das Farmerwetter für die kommenden sieben Tage: In den nördlichen Farmgebieten wird es tagsüber warm bei 25 bis 28 Grad. Nachts wechselhaft zwischen 3 und 12 Grad. In den kommerziellen Farmgebieten des „Mais-Dreiecks“ wird es warm bei 25 bis 27 Grad. Nachts bewegen sich die Temperaturen zwischen 3 und 11 Grad. In den östlichen Farmgebieten werden warme 24 bis 26 Grad erwartet, nachts wird es kalt bis mild bei 2 bis 10 Grad. In den zentralen Farmgebieten um Windhoek wird es ebenfalls warm bei um die 24 Grad, nachts zwischen 3 und 10 Grad. Im Süden sind warme Temperaturen zwischen 22 und 25 Grad angekündigt. Die Nachttemperaturen liegen zwischen 6 bis 11 Grad. Die Brandgefahr ist landesweit „hoch“. Die UV-Strahlung ist mit Werten von 5,3 bis 6,5  „mittelmäßig“ bis „hoch“.

Geschrieben von: Redaktion

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