2016

5. August 2016 – FarmerNews

todayAugust 5, 2016

Hintergrund
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Fleisch in einem Schlachthof in Namibia (Archivaufnahme); © Pearl Coetzee/NAMPA

Fleisch in einem Schlachthof in Namibia (Archivaufnahme); © Pearl Coetzee/NAMPA

Wie soll die Bodensteuer berechnet werden? Diese Frage ist noch immer nicht eindeutig geklärt. Gerichte beschäftigen sich damit, ob die Berechnungsgrundlage rechtens ist. Obwohl das noch nicht sicher ist, hat nach einem Bericht der Allgemeinen Zeitung das Abschätzungsgericht seine Arbeit aufgenommen. Bei ihm können Farmer Beschwerde gegen die Steuerbescheide einlegen. Etwa 3.000 Einsprüche sollen insgesamt angemeldet worden sein. Viele Farmer beklagen eine aus ihrer Sicht willkürliche Festlegung, durch die sich die Bodensteuer für sie teilweise vervielfacht hat.

Schlachten direkt bei den Kunden: Mit diesem Ansatz will Meatco in den kommunalen Farmgebieten im Norden effektiver arbeiten. Dabei helfen soll eine mobile Schlachteinheit, die seit Montag im Einsatz ist. Sie kann rund 25 Rinder am Tag verarbeiten und hat rund fünf Millionen Namibia Dollar gekostet. Entwickelt und hergestellt wurde der Spezial-Lastwagen in den USA. Er ersetzt die beiden angemieteten Schlachthöfe in Oshakati und Rundu, die der Konzern aufgrund von jahrelangen Verlusten aufgegeben hatte. Die Regierung als Eigentümer der Schlachthöfe ist derweil nach eigenen Angaben in Gesprächen mit möglichen neuen Betreibern.

Die Kommunal-Farmer müssen aus Sicht von Landwirtschaftsminister Mutorwa stärker an die Vermarktung ihrer Produkte denken. Mutorwa sagte, Farmerei sei ein Geschäft. Sie dürfe nicht ausschließlich der Sicherung der eigenen Versorgung dienen. Bei der Rede in Rundu wandte er sich mit diesen Worten vor allem an Farmer aus Kavango Ost und West. Er versprach, sie bei der Vermarktung ihres Fleisches zu unterstützen. Im kommenden Jahr soll dazu in Rundu unter anderem ein neuer Schlachthof eröffnet werden.

Seit 40 Jahren gibt es Bonsmara-Rinder in Namibia – das will der Zuchtverband groß feiern. Er hat dazu für den 11. August einen Aktionstag in Windhoek organisiert. Geplant sind Vorträge unter anderem zu Tiergenetik und Technologie in der Rinderproduktion. Die Bonsmara-Rinder sind so gezüchtet, dass sie an das Klima in Subsahara-Afrika gut angepasst sind. Insgesamt gibt es nach Angaben des Bonsmara-Verbandes rund 50 Züchter in Namibia.

Das Farmerwetter für die kommenden sieben Tage: In den nördlichen Farmgebieten wird es tagsüber warm bei 27 bis 29 Grad. Nachts wechselhaft zwischen 7 und 10 Grad. In den kommerziellen Farmgebieten des „Mais-Dreiecks“ wird es warm um die 27 Grad. Nachts bewegen sich die Temperaturen zwischen 8 und 11 Grad. In den östlichen Farmgebieten werden warme  25 bis 30 Grad erwartet, nachts wird es kühl bei 3 bis 8 Grad. In den zentralen Farmgebieten um Windhoek wird es ebenfalls warm bei 25 bis 27 Grad, nachts kühl zwischen 4 und 10 Grad. Im Süden sind milde bis warme Temperaturen zwischen 26 und 29 Grad angekündigt. Die Nachttemperaturen liegen zwischen 8 bis 10  Grad.Die Brandgefahr ist landesweit „hoch“. Die UV-Strahlung ist mit Werten von 7.2 bis 7.8 „hoch“ bis „sehr hoch”.

Geschrieben von: Redaktion

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