Montag 17. Juni 2019

4. Januar 2019 - Nachrichten am Morgen

In Lüderitz sorgt ein offenbar illegaler Umschlag von Mangan-Erz für Protest. Laut Allgemeiner Zeitung hat der amtierende Staatssekretär im Umweltministerium, Teofilus Nghitila, einen sofortigen Stopp und eine Untersuchung angeordnet, weil die erforderliche Umweltfreigabe fehle. Zwei Unternehmen aus Südafrika hätten im November mit der Hafenbehörde NamPort über den Umschlag von Mangan-Erz in Lüderitz verhandelt. Dabei gehe es um je 30.000 Tonnen pro Monat. Eine der Firmen hat der AZ zufolge bereits ab 1. Januar begonnen, am Ortsrand Lkw-Ladungen abzuladen. Anwohnern zufolge entstanden dabei große schwarze Staubwolken, die durch den Wind in Richtung Stadt trieben.

Die namibische Polizei hat die Kritik am Namen der „Operation Hornkranz“ gegen die Kriminalität zurückgewiesen. Der Name verweise auf den Nama-Führer Hendrik Witbooi, erklärte der amtierende Generalinspektor Peter Embululu laut Allgemeiner Zeitung. Dessen Siedlung Hornkranz sei die Keimzelle des Widerstands gegen die deutsche Kolonialherrschaft gewesen. Man wolle die Kriminellen heute genauso vertreiben wie Witbooi damals die Deutschen. Auf sozialen Medien wurde kritisiert, dass der Name der Operation an das Massaker bei Hornkranz im Jahr 1893 erinnere, bei dem 80 Nama getötet wurden.

Der Jahreswechsel ist in Namibia von mehreren Gewalttaten überschattet worden. Wie die Allgemeine Zeitung unter Berufung auf den jüngsten Polizeireport berichtet, wurden seit vergangenem Freitag fünf Morde und zwei Vergewaltigungen registriert. Bei den Mordopfern handelt es sich um eine 31-jährige Frau aus der Umgebung von Maltahöhe, eine 64-jährige Rentnerin in einem Dorf der Region Sambesi, einen Mann in Katutura, einen 30-jährigen Patienten der psychiatrischen Anstalt in Windhoek und ein drei Monate altes Baby in Katutura. Die Vergewaltigungen ereigneten sich an der Küste. Sonntagfrüh wurde in Henties Bay eine 72-Jährige von einem Mann vergewaltigt, nachdem sie ihm auf seine Bitte hin ein Glas Wasser gereicht hatte.

Im Hafen von Walvis Bay legt morgen das Segelschiff „Sørlandet“ an. Laut Allgemeiner Zeitung handelt es sich um das älteste und am besten erhaltene Vollschiff der Welt. Es wurde 1927 gebaut und ab 1933 von Norwegen als Segelschulschiff genutzt. Seit 2015 dient es als Oberschule mit rund 60 Schülern der Klassen Elf und Zwölf. Dem Bericht zufolge wird der Swakopmunder Männergesangsverein am Sonntagnachmittag an Bord auftreten und einige Shantys singen. Nächstes Ziel der „Sørlandet“ ist die Insel St. Helena.

In den USA haben sich Machtverhältnisse verschoben - Nach den Zwischenwahlen im November haben die oppositionellen Demokraten jetzt die Mehrheit im Repräsentantenhaus. Erste Amtshandlung: Die Abgeordneten haben für ein Ende der Haushaltssperre gestimmt. Die zweite Kammer - der Senat - muss noch zustimmen, der wird weiter von Präsident Trumps Republikanern beherrscht.


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