2023

16. Oktober 2023 – FarmerNews

todayOktober 16, 2023

Hintergrund
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Minister Erastus Uutoni; © Lukas Absalom/Nampa

Der Minister für städtische und ländliche Entwicklung, Erastus Uutoni, hat zur Verringerung der Abhängigkeit vom Landwirtschaftssektor aufgerufen. Es müssten innovative, neue Lösungen für Menschen in ländlichen Gebieten entwickelt werden. Derzeit gebe es im ländlichen Raum eigentlich keine alternativen Arbeitsplätze oder andere Verdienstmöglichkeiten. Die Abhängigkeit von einem Sektor, der notorisch unter Druck stehe und trotz zigtausender Arbeitsplätze nur etwa fünf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt beitrage, sei schwierig.

Die Agribank hat ihre Kreditauszahlung im vergangenen Geschäftsjahr um über 46 Prozent gesteigert. Das wurde kürzlich auf der Jahreshauptversammlung bekannt gegeben. Demnach wurden während des Ende März 2023 beendeten Finanzjahres insgesamt 284 Millionen Namibia Dollar an 564 Kunden ausgezahlt. Nach Angaben der Bank wurden die Kredite in erster Linie zum Kauf von Land und Vieh genutzt. Positiv hob die Agribank dabei auch die gestiegene Zahl der vergebenen Kredite an Frauen und Jugendliche hervor. Der Minister für Staatsbetriebe, Iipumbu Shiimi, lobte derweil die Bank für ihre aktive Rolle bei der Beseitigung von Hindernissen in der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette.  Gleichzeitig kündigte er an, dass sein Ministerium an neuen Ansätzen für die Führung öffentlicher Unternehmen arbeitet. Die Agribank ist ein staatliches Finanzinstitut.

Landwirtschaftsminister Calle Schlettwein hat vor sich häufenden Wetterextremen in Namibia gewarnt. In einer in seinem Namen vorgetragenen Rede erklärte er in Windhoek, dass die Zahl der Naturkatastrophen in Namibia zunehme. Die Aufzeichnungen würden dabei zeigen, dass es einen direkten Zusammenhang mit der globalen Erwärmung gebe. So sei die Oberflächentemperatur in Namibia in den letzten 100 Jahren um 1,2 Grad Celsius gestiegen. Die Häufigkeit extremer Temperaturen sei in den letzten vier Jahrzehnten um zehn Prozent gestiegen, so Schlettwein weiter. Man müsse daher unbedingt Strategien für die Anpassung an den Klimawandel entwickeln. Dazu zählen laut Schlettwein Frühwarnsysteme für Dürren oder Überschwemmungen und die Förderung einer klimaresistenten Landwirtschaft.

Das Farmerwetter bis Donnerstag – kurz & knapp: Es bleibt sommerlich warm bis sehr heiß. Landesweit, mit Ausnahme der Farmgebiete um Windhoek, muss tagsüber mit 34 bis 38 Grad gerechnet werden. Nachts kühlt es auf 15 bis 22 Grad ab. Um Windhoek etwas milder bei 31 bis 33 Grad am Tag und 14 Grad in den Nächten. Niederschläge sind nicht vorausgesagt. Die UV-Strahlung ist mit einem Wert von 12 „extrem“. Die Brandgefahr ist landesweit sehr hoch. Vereinzelte Veldbrände gab es zuletzt vor allem im Osten der Region Otjozondjupa und im Khomashochland.

Geschrieben von: Redaktion 2

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