2022

Südafrika hofft in der Energiekrise auf den Privatsektor

todayJuli 26, 2022

Hintergrund
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Dem Stromnetz in Südafrika fehlen zu jeder Zeit mindestens 6.000 MW © iStock / Nico van Blerk

Im Kampf gegen die anhaltende Energiekrise hofft die südafrikanische Regierung auf den Privatsektor. Präsident Cyril Ramaphosa erklärte gestern, dass man dem Parlament in Kürze neue Gesetze zum vereinfachten Marktzugang für private Stromanbieter vorlegen wolle. Zudem sollen die Umweltbestimmungen für Solarprojekte deutlich gelockert werden. Gleichzeitig hofft die Regierung, dass Privathaushalte und Unternehmen überschüssigen Strom aus Solarpanelen an den Stromversorger Eskom verkaufen können. Auch aus Sambia und Botswana soll Strom gekauft werden. Der Ausrufung des Notstands erteilte Ramaphosa hingegen eine Absage. Südafrika leidet seit Wochen unter den schlimmsten Stromabschaltungen seit Jahren. Grund ist das marode Stromnetz des Landes. Zuletzt hatten zudem die Eskom-Mitarbeiter gestreikt.

Geschrieben von: Redaktion

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