Freitag 21. September 2018

4. Juli 2018 - Nachrichten am Morgen

Die umstrittenen Pläne zum Anbau von Tabak in der Region Sambesi sorgen erneut für Schlagzeilen. Laut Namibian erhielt das chinesische Unternehmen, das die Pläne betreibt, vergangene Woche Gelegenheit, sein Projekt vor dem Kabinett zu präsentieren. Kabinettsekretär George Simataa habe dies als übliche Praxis verteidigt. Namibischer Partner der Firma sei der Koordinator des Regionalverbandes der SWAPO, Armas Amukwiyu. Die Tabakplantage soll auf 10.000 Hektar Kommunalland bei Liselo nahe Katima Mulilo entstehen. Bereits vor drei Jahren hatten die Pläne unter der Bevölkerung vor Ort und unter Ministern heftige Kontroversen ausgelöst.

Das einzige Krematorium Namibias in Windhoek ist nur zwei Monate nach Abschluss der Erneuerungsarbeiten wieder seit Wochen außer Betrieb. Grund ist laut Namibian ein Gasleck. Man habe bei der Anlage der deutschen Firma Ruppmann Verbrennungsanlagen auf den darin vorgesehenen Gastank verzichtet und stattdessen eine Windhoeker Firma mit der Installation eines Tanks beauftragt. Als ein Problem auftrat, habe man eine Firma aus Okahandja hinzugezogen, die wiederum eine südafrikanische Firma beauftragt habe, neue Gasleitungen im Werte von 60.000 Namibia Dollar zu installieren. Diese Leitungen scheinen nicht dicht zu sein. Die neue Verbrennungsanlage war laut Namibian erst im März fertig installiert worden und hatte 15 Millionen Dollar gekostet. Mittlerweile warten mehr als 50 Leichen auf ihre Einäscherung.

Die Zahl der bestätigten Fälle von Schweinegrippe ist auf zehn gestiegen. Das habe das Gesundheitsministerium gestern mitgeteilt, berichtet die Presseagentur NAMPA. Es handle sich um sechs Fälle in Rehoboth und vier in Windhoek. Gerüchte, dass der H1N1-Virus bei Personen an der Delta Oberschule und an der Orban Grundschule festgestellt worden sei, wies das Ministerium zurück. Man habe noch keine Testergebnisse vorliegen. Am vergangenen Freitag war ein 45-jähriger Schweinegrippe-Patient im Römisch-Katholischen Hospital gestorben.

Präsident Hage Geingob ist mit den Fortschritten der Afrikanischen Union AU zufrieden. Das habe er in seiner Dankesrede zum Abschluss des AU-Gipfels in Mauretanien erklärt, meldet die Presseagentur NAMPA. Man habe erreicht, das Budget der AU für 2019 zu reduzieren. Auf dem Gipfel ging es auch um die Reformen der AU und die geplante kontinentale Freihandelszone ACFTA. Er stand unter dem Motto "Winning the fight against corruption: A sustainable path to Africa's transformation". Geingob ist nach Nigeria weitergereist und wird am Samstag in Namibia zurückerwartet.

Im britischen Salisbury sind zwei Menschen nach Kontakt mit einer unbekannten Substanz ins Krankenhaus eingeliefert worden. Beide schweben in Lebensgefahr, teilte die Polizei mit. Der Vorfall ereignete sich demnach nur wenige Kilometer von dem Ort entfernt, an dem der russische Ex-Doppelagent Skripal und seine Tochter im März Opfer eines Giftanschlags geworden waren.


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