Samstag 15. Dezember 2018

20. Juli 2018 - FarmerNews

Die vielen Fehlgeburten bei Vieh östlich von Windhoek und in der Omaheke-Region geben Farmer und Behörden immer noch Rätsel auf. Nach den Fällen aus dem letzten Jahr melden Farmer jetzt vor allem Fehlgeburten bei Boer Ziegen. Das Veterinär-Labor in Windhoek hat nach eigenen Angaben in den letzten Wochen hunderte Proben zugeschickt bekommen. Sie ergaben allerdings keine Hinweise auf eine gemeinsame Ursache. Im vergangenen Jahr hatten die Fehlgeburten bei manchen Farmern zu Verlusten von bis zu 85 Prozent geführt. Mögliche Ursache könnte ein unbekanntes Virus oder giftige Pflanzen sein.

Die Diskussionen im Vorfeld der anstehenden 2. Nationalen Landkonferenz werden schärfer. Bei einer öffentlichen Anhörung in der Khomas-Region sprachen sich die meisten Teilnehmer für eine Landnahme ohne Entschädigung aus. Die Menschen würden nach Land verlangen, dass der Staat in dem Umfang nicht wie bisher durch Farmkäufe zu Marktpreisen bedienen könne. Das Prinzip „Williger Verkäufer, williger Käufer“ sei gescheitert. Die Anhörung war Teil der Vorbereitung auf die Landkonferenz, die für Oktober geplant ist.

Finanzminister Schlettwein sieht die Reform der Saatgut-Verordnung kritisch. Er befürchtet, dass der Vorschlag des Landwirtschaftsministeriums den Handel mit Saatgut über die Grenzen hinweg erschweren könnte. Ohne eine Zertifizierung durch den Staat dürften Farmen damit zwar wie bisher ihre eigene Saat weiter nutzen, diese jedoch nicht mehr handeln. Faktisch gewinne das Ministerium die Aufsicht über jeglichen Handel mit Saat. Das Landwirtschaftsministerium begründet seine Pläne mit Qualitätssicherung.

Die namibische Regierung hat mehrere genetisch veränderte Pflanzen für die Nutzung im Land freigegeben. Nach einem Bericht der Allgemeinen Zeitung handelt es sich um Raps, Baumwolle, Mais, Reis, Soja-Bohnen, Zucker, Kartoffeln und Weizen. Die Regierung stufte sie als vereinbar mit dem Biosicherheitsgesetz ein. Bisher hatte sich die namibische Regierung bei der Nutzung von Gentechnik und gentechnisch-veränderten Produkten immer eher zurückehaltend gezeigt.

Das Farmerwetter für die kommenden sieben Tage: In den nördlichen Farmgebieten tagsüber um 23 Grad und nachts stets um 11 Grad. In den Gebieten des „Mais-Dreiecks“ bei steigenden Temperaturen zunächst um 20 Grad, zum Wochenende dann bis 25 Grad. Nachts um 13 Grad. Im Osten eine ähnliche Wetterlage bei zunächst etwa 18 Grad und später dann bis zu 26 Grad. Nachts stets kühler bei 7 bis 10 Grad. In den zentralen Farmgebieten um Windhoek beständiger bei 20 Grad am Tag und 8 Grad in den Nächten. Im Süden wechselhaft. Zunächst 20 Grad, die bis zur Wochenmitte auf 25 ansteigen. Zum Ende der Woche eine Kaltfront bei 13 bis 15 Grad. Nachts erst 8 bis 14 Grad, ab Donnerstag dann 2 bis 5 Grad. Die Brandgefahr ist landesweit „hoch“. Die UV-Strahlung ist mit Werten zwischen 5,5 bis 6,0 „hoch“.


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