Montag 18. Dezember 2017

1. Dezember 2017 - Nachrichten am Morgen

Der Parlamentsausschuss für öffentliche Finanzen ist empört darüber, dass der Hilfsfonds für Studenten NSFAFAuskunft über seine maroden Finanzen verweigert. Wie die Allgemeine Zeitung berichtet, sagte die Geschäftsführung des NSFAF zu Beginn der Sitzung ihre Teilnahme in einem Schreiben ab. Dies sei inakzeptabel, unverschämt und arrogant, erklärte Ausschuss-Vorsitzender Mike Kavekotora, zumal sich die Summe nicht zurückgezahlter Studenten-Darlehen mittlerweile auf 1,8 Milliarden Namibia Dollar erhöht habe. Der Ausschuss vertagte die Sitzung laut AZ auf Anfang kommenden Jahres und drohte damit, die NSFAF-Geschäftsführung notfalls per Vorladung zur Teilnahme zu zwingen.

Die Polizei mahnt alle Bürger, auf Fahrzeug-Eskorten hochgestellter Persönlichkeiten im Straßenverkehr Rücksicht zu nehmen. Diese Eskorten hätten stets Vorfahrt und müssten sich nicht an Verkehrsregeln halten, erklärte NamPol-Generalinspektor Sebastian Ndeitunga gestern laut Allgemeiner Zeitung. Immer öfter stelle man fest, dass Autofahrer den VIP-Konvois nur widerwillig oder gar nicht Platz machen. Wer das gesetzlich vorgeschriebene Verhalten gegenüber solchen Eskorten ignoriere, mache sich strafbar. Ndeitunga räumte laut AZ auch Fälle des Missbrauchs von Macht und Position ein. Bürger sollten solches Fehlverhalten melden. Es werde nicht toleriert.

Die argentinische Marine hat die Hoffnung aufgegeben, die Besatzung des seit rund zwei Wochen vermissten U-Boots noch lebend zu finden. Das Boot mit seinen 44 Besatzungsmitgliedern war am 15. November im Südatlantik verschwunden. Kurz zuvor soll die Mannschaft noch einen Funkspruch abgesetzt haben, in dem von einem Kurzschluss und einem Feuer die Rede war. Trotz internationaler Hilfe blieb die Suche bis zuletzt erfolglos und wird nun eingestellt.

Im deutschlandweit ersten Zivilprozess um die Folgen des Klimawandels hat ein peruanischer Kleinbauer einen Etappenerfolg gegen den Energieriesen RWE erreicht: Das Oberlandesgericht Hamm entschied, die Beweisaufnahme zu starten und machte klar, dass es die Klima-Klage für zulässig und begründet hält.

Im Nationalen Museum könnte bald das weltweit erste vollständig erhaltene Skelett des seltenen Bryde-Wales zu sehen sein. Laut Presseagentur NAMPA wird der Wal-Kadaver, der vergangenen Donnerstag bei Meile 4 nördlich von Swakopmund angespült worden war, zurzeit enthäutet. Das verrottete Fleisch werde vergraben. Anschließend solle das Skelett präpariert werden. An den mehrtägigen Arbeiten sind Mitarbeiter des Fischereiministeriums und Mitglieder des Namibian Dolphin Project beteiligt. Ob das Nationale Museum das Skelett übernimmt, wird laut NAMPA noch geklärt. Der angespülte Bryde-Wal ist mit rund 15 Meter Länge und 16 bis 17 Tonnen Gewicht ein ausgewachsenes Tier. Weltweit ist in Museen bisher kein vollständiges Skelett dieser Walart vorhanden.

Der namibische Fußball erhält vom Staat eine Finanzspritze von zehn Millionen Namibia Dollar. Das habe die Sportkommission NSC gestern bei der offiziellen Übergabe der Gelder mitgeteilt, meldet die Presseagentur NAMPA. Dem nationalen Fußballverband NFA zufolge kommt das Geld gerade rechtzeitig für die Vorbereitung des U-20-Nationalteams auf den SADC-Cup, der in diesem Monat in Sambia stattfindet. Das Namibische Olympische Komitee erhält von der Sportkommission vier Millionen Dollar und der Hockey-Verband 900.000 Dollar.

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