Dienstag 25. Juli 2017

14. März 2017 - Nachrichten am Morgen

Die Regierung Namibias sollte ihre Anstrengungen verdoppeln, die Lebensbedingungen für ältere Menschen zu verbessern. Dazu habe die Expertin der Vereinten Nationen, Rosa Kornfeld-Matte, gestern nach einer Inspektionsreise durch Namibia aufgerufen, berichtet die Allgemeine Zeitung. Namibia brauche eine umfassende nationale Strategie zu Rechten und Fürsorge für alte Menschen. Die Armut sei zwar seit der Unabhängigkeit zurückgegangen, jedoch in einigen Landesteilen und Personengruppen noch hoch. Laut Kornfeld-Matte sind bei älteren Menschen vor allem Unterkunft und Ernährung sowie das Altern in Würde gefährdet. Zudem nehme auch in Namibia der Anteil alter Bürger zu. Zurzeit liege er bei rund sieben Prozent. Die Expertin legt ihren Bericht der UNO vor.

Die Social Security Commission SSC hat 150 Millionen Namibia Dollar bei der SME-Bank angelegt und fordert nun einen Großteil zurück. Das berichtet der Namibian und beruft sich dabei auf SSC-Chefin Milka Mungunda und Insider. Mungunda sei zugleich Mitglied des SME-Vorstands, der vor zwei Wochen von der Bank of Namibia abgesetzt wurde. Die Zentralbank hatte die SME-Bank Anfang März wegen dubioser Anlagen in Südafrika in Höhe von 200 Millionen Namibia Dollar unter Zwangsverwaltung gestellt. Seitdem fordern offenbar viele Kunden ihre bei der Bank angelegten Gelder zurück.

In Großbritanien ist das Brexit-Gesetz durch das Ober- und Unterhaus gegangen. Damit kann Premierministerin May nun offiziellen beantragen, aus der EU auszutreten - das wird Ende des Monats erwartet. Allerdings hat das Unterhaus noch durchgesetzt, dass das Parlament doch nicht mehr letzte Wort über das Ergebnis der Austritts-Verhandlungen hat. Außerdem wurde gestrichen, dass EU-Ausländer die derzeit in Großbritannien leben, ihre Rechte garantiert bekommen. Die schottische Regierung hat unterdessen erste Schritte für ein neues Unabhängigkeits-Referendum eingeleitet - die Schotten sind mehrheitlich gegen den EU-Austritt

Durch die von US-Präsident Trump angekündigten Änderungen am US-Gesundheitssystem werden schon im nächsten Jahr rund 14 Millionen Menschen ohne Gesundheitsversicherung da stehen - das hat der US-Rechnungshof ermittelt. Bis 2026 wären sogar insgesamt 52 Millionen Bürger unversichert. Präsident Trump will wesentliche Teile an „Obamacare“ ändern - und unter anderem die Versicherungspflicht abschaffen. Vor allem Geringverdiener, die nun eine Art Grundversorgung erhalten, fallen dann aus der Versicherung raus. Obamacare steht vor allem bei Besserverdienern in der Kritik - sie halten die Beiträge für zu hoch.

Die Gemeinschafts-Wälder im Nordosten Namibias schaffen Arbeitsplätze und bieten jedem Mitglied der Gemeinschaft eine Beteiligung. Das sagte Vize-Umweltminister Tommy Nambahu laut Presseagentur NAMPA zur Einweihung der neuen Büros zweier Conservancies rund 130 Kilometer östlich von Rundu. Die Anwohner würden bei der nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder eine wichtige Rolle einnehmen. Die rund 300 Mitglieder der beiden Conservancies George Mukoya und Muduva Nyangana leben weitgehend von selbst versorgender Farmwirtschaft. Die Büros wurden mit Geldern aus Deutschland und technischer Hilfe der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ errichtet.

Neun Stauseen in Namibia haben auch in den vergangenen sieben Tagen Zulauf erhalten. Darunter befinden sich unter anderem alle drei für die Windhoeker Wasserversorgung wichtigen Dämme. Der Von-Bach-Damm ist nun zu fast 56 Prozent, Swakoppoort zu mehr als 35 und Omatako zu fast 63 Prozent gefüllt. Ansonsten haben vor allem der Hardap- und der Olushandja-Damm starken Zufluss erhalten. Naue und Goreangab sind weiterhin zu mehr als 100 Prozent gefüllt, der Oanob zu mehr als 90 Prozent.

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