Freitag 15. Dezember 2017

4. August 2017 - Nachrichten am Abend

Die Mitglieder des Nationalrats lehnen das überarbeitete Gesetz zum Wildtierschutz scheinbar mehrheitlich ab. Die Anhebung der Strafen für Wilderei und Handel mit Produkten seltener Tierarten würde das Leben von Wildtieren über das der Menschen stellen, hieß es. Man sei nicht von Antilopen, sondern von den Menschen gewählt, sagte ein Ratsmitglied.  Andere Mitglieder wiesen darauf hin, dass höhere Strafen nicht zu weniger Wilderei führen würden. Man müsse bei der Aufklärung der Menschen anfangen. Derzeit würde man für das Töten eines streng geschützten Tieres 100.000 Namibia Dollar als Strafe bekommen. Sollte ein Mensch von einem Wildtier getötet werden, gäbe es hingegen für dessen Familie nur 5000 Dollar.

Ab dem 14. August gibt es eine erneute Haushaltsumfrage der Namibischen Statistikagentur NSA. Die Erhebung finde gemeinsam mit der Bank of Namibia und dem FinMark Trust statt. Es gehe darum Erkenntnisse über das Finanzverhalten zu gewinnen. Man wolle verstehen wie ärmere Haushalte Finanzen planen, wie sie an Geld kommen und anlegen. Dadurch solle der Finanzmarkt vor allem Produkte und Lösungen für diese Haushalte entwickeln. Es handele sich um die vierte Erhebung dieser Art in Namibia, jedoch sei erstmals die NSA involviert.

Vor einem US-Gericht hat sich ein inhaftierter Volkswagen-Manager wegen seiner Rolle im Abgasskandal schuldig bekannt. Der Deutsche legte in Detroit ein Geständnis ab. Im Gegenzug ließen die Staatsanwälte Anklagepunkte fallen. Der Manager kann nun mit einer deutlich niedrigeren Strafe rechnen.

Ein Geschäft zwischen Siemens und Russland hat die EU nun veranlasst, neue Sanktionen gegen Moskau zu verhängen. Gasturbinen des deutschen Herstellers waren unerlaubt auf die annektierte Halbinsel Krim gebracht worden. Der Münchener Konzern hat deswegen einen Geschäftspartner bereits angezeigt. Die Strafmaßnahmen richten sich auch gegen den russischen Vize-Energieminister. Sein Vermögen wird eingefroren.

In deutschen Supermärkten sind möglicherweise deutlich mehr belastete Eier verkauft worden, als bisher gedacht: Niedersachsens Landwirtschaftsminister Meyer spricht von über 10 Millionen Stück. Der Discounter Aldi hat vorsichtshalber sämtliche Eier aus den Regalen genommen. Derzeit prüfen die Behörden, ob Fipronil auch in Hühnerfleisch aus den Niederlanden enthalten ist. Laut Spiegel war das Insektizid einem Tiermedikament beigemischt, das ein belgischer Chemikalienhändler in Rumänien bestellt hatte.

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