Dienstag 22. Januar 2019

8. Januar 2019 - Nachrichten am Morgen

Die staatliche Krankenkasse PSEMAS verliert wegen Betrug oder Misswirtschaft hohe dreistellige Millionenbeträge im Jahr. Das geht laut Namibian aus einem Bericht des Internationalen Währungsfonds IWF hervor, der gemeinsam mit dem Finanzministerium erstellt wurde. Die Experten würden die jährlichen Verluste durch überhöhte oder falsche Forderungen für Leistungen auf mehr als 900 Millionen Namibia Dollar schätzen. Finanzminister Calle Schlettwein versicherte dem Namibian, dass bereits ein Team von Prüfern damit beauftragt sei, Betrugsfälle aufzudecken. Laut Bericht erhielt PSEMAS innerhalb der vergangenen drei Jahre vom Staat rund 7,2 Milliarden Dollar an Zuschüssen.

In Lüderitz wird Mangan-Erz nicht mehr an umstrittener Stelle am Ortsrand abgeladen, sondern in einer Halle auf dem Hafengelände. Laut Allgemeiner Zeitung trafen in den vergangenen Tagen acht Lastwagen-Frachten ein. Die neun Erz-Frachten, die zuvor am Ortsrand nahe der Bahngleise deponiert worden waren, müssen demnach auf Anordnung des Umweltministeriums und auf Druck des staatlichen Unternehmens TransNamib innerhalb von fünf Tagen dort entfernt werden. Beim Abladen des Erzes waren große Staubwolken entstanden, die auf den Ort zutrieben. Eine erforderliche Umweltfreigabe fehlte. Zwei Unternehmen aus Südafrika wollen je 30.000 Tonnen Mangan-Erz im Monat über Lüderitz verschiffen.

Die namibische Museums-Vereinigung MAN hat einen Bericht der Allgemeinen Zeitung über eine mögliche Verbannung der Kolonialgeschichte aus den Museen zurückgewiesen. Das Protokoll, auf das sich der Bericht beziehe, stamme nicht von der MAN, erklärte Büroleiterin Ndapewoshali Ashipala gegenüber der AZ. Vieles darin sei zu keinem Zeitpunkt und auf keinem Forum der MAN besprochen worden. Laut AZ war das Dokument dem Swakopmunder Museum zugeschickt worden. Darin enthalten waren Empfehlungen, die Museen des Landes zu dekolonisieren und das afrikanische Erbe in den Vordergrund zu stellen.

Im Norden Namibias sitzen Hunderte Menschen fest, die zum Ende der Ferien in ihre Wohnorte im Landeszentrum zurückkehren wollen. Laut Presseagentur NAMPA mangelt es wie jedes Jahr an Minibussen. Fahrgäste, die nur bis Tsumeb oder Otjiwarongo fahren wollen, würden zurückgewiesen oder müssten den für Windhoek geltenden Preis von 350 Namibia Dollar zahlen. Der zuständige Verband der Bus- und Taxi-Unternehmen, NABTA, konnte laut NAMPA keine Lösung des Problems anbieten. Man sei jedoch dabei, den Transport-Sektor umzustrukturieren, um ähnliche Engpässe in Zukunft zu vermeiden.

Nach den erneuten Krawallen bei Protesten der sogenannten Gelbwesten-Bewegung will die französische Regierung künftig härter durchgreifen. Geplant ist ein neues Gesetz, das Organisatoren unangemeldeter Demonstrationen und Randalierer strenger bestraft, teilte Premierminister Philippe mit. Grund: Am Wochenende war es erneut zu heftigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Fast 300 Menschen wurden verhaftet.


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