2016

19. Juli 2016 – Nachrichten am Abend

todayJuli 19, 2016

Hintergrund
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Demonstrationen gegen die Zensierungsentscheidung von SABC; © Mike Hutchings/Reuters-NAMPA

Demonstrationen gegen die Zensierungsentscheidung von SABC; © Mike Hutchings/Reuters-NAMPA

In Südafrika wurden sieben Mitarbeiter der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt SABC entlassen. Hintergrund ist Medienberichten nach eine Entscheidung der Rundfunkführung von SABC, über Proteste gegen die Regierung nicht mehr zu berichten. Die Journalisten hatten sich dagegen gewehrt und haben mittlerweile das Verfassungsgericht Südafrikas angerufen. Eine einstweilige Entscheidung des Gerichts, ob die Zensur durch SABC rechtens ist, wird in den kommenden Tagen erwartet.

Nach dem gescheiterten Putsch kommt die Türkei weiter nicht zur Ruhe. 15.000 Beamte des Bildungsministeriums wurden jetzt suspendiert. Sie sollen der Gülen-Bewegung nahegestanden haben, die in der Türkei im Verdacht steht den Putsch mit geplant zu haben. Gegen zahlreiche Beamte wird jetzt ermittelt. Schon in den vergangenen Tagen waren tausende Staatsbedienstete entlassen und festgenommen worden.

In Südfrankreich hat sich offenbar ein Bewaffneter in einem Hotel verschanzt. Laut französischen Medien ist das Gebäude in dem Ort Bollène evakuiert worden, der Bereich ist weiträumig abgesperrt. Über Verletzte ist nichts bekannt – die Hintergründe sind noch völlig unklar.

Im schottischen Glasgow sind zwei offenbar betrunkene Piloten festgenommen worden – kurz bevor sie mit ihrer Passagiermaschine abheben wollten. Die beiden 37- und 39-jährigen Männer sollten eigentlich 250 Passagiere nach Toronto fliegen. Die Piloten einer kanadischen Airline müssen sich jetzt bei einer Anhörung vor Gericht verantworten.

Der Immobilienmarkt in Namibia steht nicht vor dem Zusammenbruch, wie der Internationale Währungsfonds in einem kürzlich veröffentlichten Bericht voraussagte. Anders als zu Zeiten des Platzens der Immobilienblase in den USA, handele es sich in Namibia um einen langfristigen Mangel an Wohnraum, der zu den hohen Preisen führe. Dieser Ansicht ist der Chef der Immobilienabteilung von Standard Bank Namibia. In Namibia gäbe es keine niedrigen Zinsen und Finanzierungen von bis zu 150 Prozent des tatsächlichen Immobilienwertes, wie zwischen 2007 und 2012 in den USA. Auch wenn die Regierung mittelfristig 100.000 Häuser zur Verfügung stellen könnte, würde sich am Preisgefüge wenig ändern. Diese würden lediglich den aktuellen Bedarf decken, aber kein Überangebot darstellen.

Geschrieben von: Redaktion

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